Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Umgehung: Kosten runter – Chancen rauf

Rinteln/Steinbergen / Troglösung für Steinbergen Umgehung: Kosten runter – Chancen rauf

Einen kleinen Schritt vorangekommen ist die Stadt Rinteln auf dem Weg zum Fernziel Ortsumgehung Steinbergen (B238). Um dieses Projekt im Bundesfernstraßenbedarfsplan vom weiteren in den dringlichen Bedarf eingestuft zu bekommen, mussten die Kosten runter und damit der Faktor Nutzen rauf.

Rinteln/Steinbergen (dil). Die optimierte Antragsunterlage wurde jetzt beim Landesverkehrsministerium eingereicht – und gilt dort als gut, so Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz.

 Das Projekt steht bisher als Tunnellösung im Bedarfsplan. „Aber nur grob gerechnet mit Kosten von 25,6 Millionen Euro für eine Strecke von 1,6 Kilometern, was einen Kosten-Nutzen-Faktor von 2,3 ergab“, teilt Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, mit. „Durch Nachberechnung mit einem heute beim Bund angewendeten Programm erreichen wir nur noch einen Kosten-Nutzen-Faktor von 0,4, aber man braucht wohl schon mehr als 2,5, um Chancen für den dringlichen Bedarf zu haben.“

 Deshalb hatte die Stadt Rinteln Professor Norbert Rogosch von der Fachhochschule Holzminden beauftragt, die Pläne noch mal zu überarbeiten. Aus dem Tunnel wurde ein Trog, die Kosten sanken auf 21,8 Millionen Euro. „Das ist realistisch, weil angelehnt an die Kosten für den Ith-Tunnel“, sagt Brockmann. „Nun liegt der Kosten-Nutzen-Faktor bei 3,06.“

 Der Bund hat die Länder aufgefordert, Bedarf zu melden. In Hannover wird nun gesammelt, um am Jahresende an den Bund zu melden. Dort wird jedes Projekt noch mal nachgerechnet und dann wieder ans Land zurückgereicht, wo Prioritäten empfohlen werden sollen, die der Bund dann eventuell übernimmt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr