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Umstritten: Gewerbe an der B 83

CDU will neue Industrieflächen am Gebirgshang Umstritten: Gewerbe an der B 83

Der Kommunalwahlkampf ist eröffnet. Die CDU hat die ersten Plakate mit ihren Wahlkampfthemen aufgehängt.

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In Hohenrode hat die CDU erste Wahlplakate aufgehängt mit der Forderung nach einem Gewerbegebiet an der Bundesstraße 83.

Quelle: wm

RINTELN. Ein Thema ist dabei die Forderung nach Industrieflächen an der Bundesstraße 83 bei Steinbergen.

Parallel dazu hat die CDU-Ratsfraktion einen entsprechenden Antrag an Bürgermeister Thomas Priemer geschickt. Priemer zeigte sich gestern in einem Telefongespräch nicht überrascht: Selbstverständlich habe die CDU mit ihrer grundsätzlichen Forderung recht. Die Stadt Rinteln müsse Flächen für weitere Gewerbeansiedlungen ausweisen und vorhalten. Doch genau das sei bereits in Arbeit.

Mit der Vorlage des Haushaltes für das Jahr 2017 werde die Verwaltung ein entsprechendes Konzept vorstellen.

Nähe zur Autobahn als Pluspunkt

Was für neue Flächen in Steinbergen, Westendorf und Deckbergen spricht, ist für Fraktionsvorsitzenden Veit Rauch klar: die Nähe zur Autobahn. Wie man mit Autobahnnähe punkte, zeigten die Nachbargemeinden Bad Eilsen bis Bad Nenndorf, die so Rauch „seit Jahren Gewerbetreibende anlocken.“ Rinteln habe gegenüber Nenndorf sogar noch einen Vorteil: den Einzugsbereich nach Nordrhein-Westfalen.

Zumindest eine Ansiedlung an der B83 zwischen Steinbergen und Westendorf wie von der CDU vorgeschlagen hält Priemer dagegen für keine gute Idee. Auf der einen Seite gebe es die Hanglage und er frage sich, welcher Betrieb sollte sich hier niederlassen. Auf der anderen Seite weiden Galloways, knapp 500 Meter weiter ist ein Trinkwasserschutzgebiet, von dem aus unter anderem Bückeburg versorgt wird. Und es gibt noch ein gewichtiges Argument gegen diesen möglichen Standort für einen Gewerbepark: Noch steht die Trassenführung für eine Umgehung der Bundesstraße 83 in Steinbergen nicht fest. Die könnte mit Gewerbeansiedlung-Plänen kollidieren.

Politisches Minenfeld

Dass an der B83 auch die Straßenbehörde für Verkehr mitreden würde, hatte die Verwaltung bereits 2014 festgestellt: Alle Flächen liegen an der „freien Strecke“, dort ist der Bau einer Zufahrt aufwendig. Im Bereich des Gutes „Echtringhausen“ wiederum stellt sich die Frage des Denkmalschutzes, außerdem ist das ein politisches Minenfeld. Hier würde vermutlich die Wählergemeinschaft (WGS) nicht mitspielen.

Einig ist sich Priemer mit der CDU, dass in Deckbergen in südöstlicher Richtung, in Richtung Hess. Oldendorf noch etwas geht. Welche Flächen, das müsse man allerdings im Einzelnen prüfen. Möglichkeiten sieht Priemer auch noch im Industriegebiet Süd im Bereich der Stükenstraße und Bundesstraße 238.

Es sei ein entscheidender Faktor ob ein Grundeigentümer bereit ist zu verkaufen. Ein Landwirt, dessen Familie von der Landwirtschaft lebt, wird das nicht tun. Und in der Landwirtschaft sind inzwischen Flächen durch den Maianbau-Boom gesucht.

Grundsätzlich gut aufgestellt

Grundsätzlich hält Priemer es für nicht klug, in der Öffentlichkeit allzu präzise die Flächen zu beschreiben, an denen die Stadt Interesse hat: „Sonst steigen sofort die Preise.“

Grundsätzlich ist die Stadt mit der Mischung verschiedener Gewerbebetriebe unterschiedlicher Branchen und den drei großen Deutschland- bis weltweit agierenden Unternehmen, Wesergold, Stüken und Aldi gut aufgestellt.

Im Industriegebiet Süd wird gerade der neue Raiffeisenmarkt auf dem ehemaligen Braasgelände hochgezogen. Und auf dem 25000 Quadratmeter großen Grundstück ist noch Platz für Erweiterungen. Auch die Aerzener Maschinenfabrik will dort investieren. Westlich der Stükenstraße haben sich zwei Unternehmer Flächen gesichert. wm

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