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Und sie sahen: Nichts

Rinteln / Kupferbeil Und sie sahen: Nichts

Die erste öffentliche Vorstellung des rund 5500 Jahre alten Kupferbeils, das auf der Hirschkuppe in Steinbergen gefunden wurde, ist am gestrigen Abend anders gelaufen als geplant.

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Kein Beil, dafür Ausdrucke auf Papier hat es bei der Präsentation im Ratskellersaal gegeben. tol

Quelle: Tobias Landmann

Rinteln. Kupferbeil-Präsentation ohne Kupferbeil – so lässt sich die Veranstaltung in aller Kürze zusammenfassen. Immerhin: Rund 80 Interessierte waren in den Ratskellersaal gekommen, um ihre Neugier auf den sensationellen Fund mit archäologisch hoher Bedeutung zu stillen.

Doch zunächst ließen die Wissenschaftler aus Hannover ihr Rintelner Publikum warten, denn – das haben die Hannoveraner gestern Abend schnell lernen müssen: Der Ratskellersaal befindet sich gewiss nicht im Rintelner Rathaus. In leichter Hektik eingetroffen, musste Landesarchäologe Henning Haßmann eingestehen: Das Beil sei an diesem Abend leider nicht mit nach Rinteln gekommen. Man habe in Hannover den Tresorschlüssel einfach nicht gefunden.

Kein Problem: Dann tun es eben auch Papierausdrucke und ein Bildervortrag auf der Großbildleinwand. Doch dies gestaltete sich ebenfalls schwierig: Ein entsprechendes Monitorkabel fehlte; seinen Vortrag startete Haßmann eine ganze Weile später. Nun denn: „In vier Wochen kommt das Stück dann nach Rinteln“, versprach Haßmann.

Dort wird es wohl im Museum Eulenburg ausgestellt werden. Doch wie lange das Beil in der Eulenburg verbleibt, ist noch unklar. Solch ein Fund ist, juristisch gesehen, Landeseigentum. Und das Land hat ja auch ein schönes Museum. ll/tol

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