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„Uns gehen die Einwohner flöten“

Rinteln / Demografischer Wandel „Uns gehen die Einwohner flöten“

Auf Linda Kristin Ruppel wartet ein Berg von Arbeit. Zwar türmen sich auf dem Schreibtisch der neuen Rintelner Demografiebeauftragten noch keine Papiere, doch das dürfte sich bald ändern.

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Quelle: pr.

Rinteln. Seit 1. Oktober ist die 26-jährige gebürtige Hamelnerin, die gerade ihr Studium in Bielefeld mit einem Master in Soziologie abgeschlossen hat, in Amt und Würden. Zunächst beginnt für sie eine Orientierungsphase, um sowohl die vorhandenen Maßnahmen und Strukturen der Stadt kennenzulernen als auch ein langfristiges Konzept zu erstellen.

 „Wir wollen den demografischen Wandel nutzen und optimalerweise abschwächen“, erklärt Ruppel, die auch eine Ausbildung zur Industriekauffrau abgeschlossen hat. „Uns gehen die Einwohner flöten“, bringt Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz das Problem auch gleich anschaulich auf den Punkt. Und Ruppel soll jetzt Lösungen finden, auch wenn Buchholz betont: „Einen Königsweg gibt es nicht.“ Doch das Thema demografischer Wandel, da sind sich die beiden einig, wird in Zukunft noch viel größere öffentliche, aber auch wissenschaftliche Aufmerksamkeit bekommen.

 Jetzt möchten die beiden die Chance nutzen, eine Vorreiterrolle einzunehmen. Daher möchte Ruppel nicht nur Konzepte, die andere Städte bereits erprobt haben, auf Rinteln umlegen, sondern auch eigene erarbeiten: „Vielleicht sind wir ja bald in einer Vorreiterrolle.“

 In nächster Zeit möchte sie gemeinsam mit Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz in die Ortsteile fahren und das Gespräch mit Bürgern und Vereinen suchen. „Statistiken und Konzepte sind das eine“, findet sie, doch die Umsetzung müsse nun mal vor Ort mit konkreten Menschen geschehen. Dass sie selbst nicht aus Rinteln stammt, sieht sie nicht als Schwäche, sondern durchaus als Stärke. „Als Außenstehender ist man da vielleicht objektiver“, meint sie. Ihre Aufgabe sieht sie neben der Erarbeitung von Konzepten auch als Anlaufstelle für ehrenamtliche Mitarbeiter und als Netzwerkerin.

 Der Vertrag der Demografiebeauftragten ist derzeit auf zwei Jahre befristet. Einen eigenen Finanztopf für Projekte hat sie nicht, doch Buchholz zeigt sich zuversichtlich: Wenn es nötig sei, „werden wir Geld finden“. jak

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