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Unterhaltspflicht verletzt

Verfahren eingestellt Unterhaltspflicht verletzt

Weil er für seine damals sieben Jahre alten Tochter keinen Unterhalt gezahlt haben soll, obwohl er aufgrund seiner Einkommensverhältnisse dazu in der Lage gewesen wäre, stand ein 34-Jähriger vor Gericht. Nun wurde das Verfahren gegen eine monatliche Zahlung an seine Tochter vorläufig eingestellt.

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Quelle: dpa

RINTELN. „Ich habe ein bisschen über meine Verhältnisse gelebt. Dazu stehe ich auch“, hat ein 34-jähriger Ostwestfale vor dem Amtsgericht eingeräumt. Nach Ausflügen in das Familienrecht stellte Richter Christian Rost nun das Strafverfahren für die Dauer eines Jahres vorläufig ein. Allerdings mit der Auflage, dass der Vater in diesem Zeitraum monatlich 206 Euro an seine Tochter zahlt.

 Vor Jahren lebte der Angeklagte mit einer Rintelnerin zusammen, 2007 wurde die gemeinsame Tochter geboren. Einige Zeit später trennte sich das Paar. 2010 übertrug das Familiengericht die alleinige elterliche Sorge auf die Kindesmutter. Im selben Jahr heiratete der Angeklagte, aus dieser neuen Verbindung ging ein Sohn hervor.

Einigung erzielt

Im Tatzeitraum von August 2014 bis April 2016 war der Mann bei zwei Arbeitgebern beschäftigt. Bei seinem Einkommen hätte er zusammen rund 360 Euro Unterhalt an die beiden Kinder zahlen müssen. Mit dem Landkreis Schaumburg wurde schließlich eine Einigung erzielt, wonach der Vater knapp 230 Euro im Jahr 2015 und gut 200 Euro im Jahr 2016 monatlich für die Tochter in Rinteln zu zahlen hat. Wie viel Geld tatsächlich in dieser Zeit geflossen ist, ließ sich jetzt vor Gericht nicht eindeutig klären.

 Inzwischen hat der 34-Jährige seine Arbeitsstelle verloren, aber schon eine neue mit wahrscheinlich geringerem Verdienst in Aussicht. Er erklärte sich jedoch bereit, weiterhin gut 200 Euro im Monat an seine Tochter zu zahlen. „Wenn das klappt, wird das Verfahren endgültig eingestellt“, wandte sich Rost abschließend an den 34-Jährigen. maf

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