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Unterstützung ist ein Muss

Rinteln /Skatepark Unterstützung ist ein Muss

Drei Söhne der Stadt kehren zurück: Sebastian Denz, Michel Schüler und Daniel Sezinando haben zwar schon lange ihr Glück in Berlin gefunden, sind aber ihrer Heimatstadt emotional immer verbunden gewesen. Vor allem aber dem Skatepark am Gymnasium.

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Daniel „Soulrock“ Sezinando lebt als Musiker in Berlin.

Quelle: Rob Hak

Rinteln.  „Unser Baby“, beschreibt es Schüler, der sich als DJ und Veranstalter in Berlin einen Namen gemacht hat. „Dieser Ort muss für die Kids erhalten bleiben“, findet er. Auch Denz, mittlerweile Professor für Fotografie, will sich Rinteln ohne einen guten Skatepark nicht vorstellen müssen. „Diese Anlage bedeutet wahnsinnig viel für Kinder und Jugendliche, die nicht in Schützenverein und Blaskapelle glücklich werden.“ Deswegen werden die drei zusammen mit dem Mindener Beatboxer „MaZn“ bei „Rinteln mobil“ einen Stand betreuen, bei dem sie nicht nur ihr musikalisches Können vorführen, sondern auch über den Skaterpark und das Skaten an sich informieren sowie Spenden sammeln.

 Sezinando zählt als „Soulrock“ zu den besten seines Fachs, dem Beatboxen – der Kunst, allein mit dem Mund ganze Songs darzubieten. Heute lebt Sezinando von seiner Musik, ist aber weiterhin als Straßenmusiker unterwegs. Und auch in Rinteln möchte er außer seinen beiden großen Auftritten auf der Bühne am Marktplatz (15.45 Uhr und 16.55 Uhr), wo er zusammen mit „MaZn“ auftritt, auch am Stand der Skater am Ende der Fußgängerzone immer wieder sein Können zeigen. Dort wird auch Schüler, bekannt als Roller HiFi, Musik auflegen.

 Aber die Musik bietet am Sonntag nur das Rahmenprogramm. Das Herzensanliegen der drei Rintelner ist und bleibt der Skatepark. Denn für die Kinder und Jugendlichen, die dort beinahe täglich ihre Zeit verbringen, ist der Platz weit mehr, als eine Möglichkeit um ihren Sport auszuüben. „Es ist ein irres Gemeinschaftsgefühl“, beschreibt Denz, „mir hat das als Jugendlicher wahnsinnig viel gebracht.“ Wer nicht selbst dabei sei, könne das oft nicht nachvollziehen. Die Dynamik sei sehr herzlich, man komme generationenübergreifend miteinander in Kontakt unterstütze sich in schweren Zeiten unterstützen und biete Halt.

 „Es würde auch überhaupt nicht passen, da jetzt zwangsweise einen Verein überzustülpen“, findet Schüler. Denn zum Lebensgefühl der Skateboarder zähle ja gerade das Ungebundene, die Unabhängigkeit von Institutionen. Was aber nicht heiße, dass man sich nicht mit einer Sache identifizieren könne – und diese dann auch tatkräftig unterstütze. Genau das wollen die Rintelner Skater, die zahlreich am Stand vertreten sein werden, mit ihrer Aktion beweisen. Und für die drei Wahl-Berliner gilt: „Wir musste einfach kommen. Wir konnten die Skater ja nicht alleine lassen.“

 Grundsätzlich sieht Schüler die Zukunft des Skateparks aber positiv. Allerdings müsse man die Anlage eben immer wieder an den aktuellen Stand anpassen. „Früher gab es ja fast nirgends eine Anlage“, erinnert er sich. Da sei das in Rinteln schon eine Besonderheit gewesen. Heute hätten alle Städte der Umgebung selbst etwas zu bieten. „Da muss Rinteln natürlich mithalten, damit es attraktiv bleibt.“

 Sehr wichtig findet er aber auch das persönliche Engagement der Skater. „Wer sich so sehr selbst für etwas einsetzt, der geht auch danach ganz anders damit um.“ Und da die meisten Jugendlichen Rinteln nach dem Abitur zumindest zeitweise verlassen, ist es besonders wichtig, dass auch den folgenden Generationen der Wert dieser Anlage vermittelt werde.

 Und jetzt soll auch dem Rest der Bevölkerung klar gemacht werden, was für ein Kleinod sich neben dem Gymnasium befindet. Das geht am besten im direkten Gespräch. Genau deswegen werden die Skater den ganzen Tag über an ihrem Stand Rede und Antwort stehen. Und natürlich Spenden sammeln. Denn noch ist die finanzielle Zukunft der Anlage nicht in trockenen Tüchern. jak

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