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Verkäufer wegen Diebstahls zu Geldstrafe verurteilt

Rinteln / Prozess Verkäufer wegen Diebstahls zu Geldstrafe verurteilt

In einem verworrenen Fall um fehlende Handys in einem Telefonshop ist ein ehemaliger Angestellter des Geschäfts wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt worden. Der 30-Jährige hatte seine Vertrauensstellung als Verkäufer ausgenutzt und ein Mobiltelefon im Wert von 300 Euro für sich behalten, anstatt es einem Kunden im Rahmen einer Vertragsverlängerung auszuhändigen.

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Rinteln (maf). Von September 2008 bis zu seiner Kündigung im August 2009 arbeitete der Angeklagte in einem Telefonladen. Vor gut zwei Jahren kam ein junger Mann in das Geschäft, um seinen Vertrag zu ändern. Bislang hatte der 22-Jährige eine Festnetz-Flat, nun strebte er eine Umstellung auf alle Netze inklusive SMS an.

Ein neues Handy, das die Kunden üblicherweise alle zwei Jahre bekommen, wollte der Mann zu diesem Zeitpunkt nicht. Allerdings verbuchte der Angeklagte in diesem Fall nicht die gewünschte Tarifänderung, sondern eine Vertragsverlängerung. Das dabei fällig werdende neue Mobiltelefon übergab der Verkäufer aber nicht dem Kunden, er behielt es für sich. Die Sache flog auf, als der junge Mann rund sechs Wochen später erneut in den Telefonshop ging und ihm der diesmal anwesende Inhaber des Ladens erklärte, er bekomme kein Handy, weil er doch erst kürzlich ein neues erhalten habe.

Dieser Vorfall war der Auslöser für weitere Recherchen zu undurchsichtigen Vorgängen in dem Geschäft durch den Inhaber. Das Ergebnis war, dass weitere Handys fehlten. Diese Fehlbestände konnten jedoch nicht dem ehemaligen Verkäufer angelastet werden. Der 30-Jährige wurde deshalb in fünf weiteren Anklagepunkten freigesprochen, zwei Fälle endeten mit der vorläufigen Einstellung. So hatte der frühere Verkäufer in einer ihm vorgeworfenen Sache nur schlecht beraten.

Im Mai 2009 kam eine Kundin in den Shop und brachte ihr defektes Handy im Wert von 200 Euro zurück und tauschte es gegen ein billigeres (80 Euro) ein. Die Differenz hätte die junge Frau ausgezahlt bekommen müssen. Dies ist aber nicht geschehen.
Mit seinem Urteil folgte Richter Christian Rost vollständig dem Antrag von Anklagevertreter Günter Wilkening.

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