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Vermisstenfall: Angehörige nicht informiert?

Rinteln Vermisstenfall: Angehörige nicht informiert?

Bei der Suche nach dem vermissten 82-jährigen Patienten aus dem Krankenhaus Rinteln, der sich, wie sich gestern herausstellte, bereits seit Montag in der Burghofklinik befindet (wir berichteten), hat es offensichtlich ein Kommunikationsproblem gegeben.

Rinteln (pk). Infolgedessen wurde nach dem Mann noch gesucht, als er sich schon längst in sicherer Obhut befand. Unklar ist bislang, wie es dazu kommen konnte.

 Auf Anfrage unserer Zeitung teilte Marco Kullik, Leiter der Rintelner Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes, gestern telefonisch mit, dass seine Mitarbeiter noch am Montag das Personal des Krankenhauses Rinteln darüber informiert hätten, dass der bis dahin vermisste 82-Jährige vom Sozialpsychiatrischen Dienst in die Burghofklinik gebracht worden ist.

 Gestern nicht mehr in Erfahrung gebracht werden konnte, weshalb das Krankenhaus in der Folge offenbar nicht die Angehörigen des Vermissten sowie die Polizei informiert hat.

 Ralph Freiherr von Follenius, Betriebsleiter des Rintelner Krankenhauses und Geschäftsführer des Klinikums Schaumburg, verwies gestern unserer Zeitung gegenüber darauf, dass man sich noch mitten „im Klärungsprozess“ befinde. Frühestens Montag, wenn die Verwaltungsleiterin wieder im Dienst sei, könnten weitere Auskünfte in der Sache gegeben werden. Georg Schmidt, Geschäftsführer der Burghofklinik, erklärte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass der Burghofklinik zwar der Name des Mannes vorlag, jedoch keine Vermisstenanzeige. Darüber hinaus habe der Mann keine Angaben über Angehörige gemacht. „Insofern waren uns die Hände gebunden“, so Schmidt. Gleichwohl räumt er „unglückliche Umstände“ ein, aus denen die Lehre gezogen werden könne, dass sich künftig untereinander besser abgesprochen werden muss.

 Die Polizei Rinteln suchte noch gestern das Gespräch mit Rettungswache, Krankenhaus und Burghofklinik, um in solchen Fällen für die Zukunft zu sensibilisieren. Sie hatte mit Hubschrauber- und Spürhundeinsatz am Mittwoch und Donnerstag „Stunden und Kosten“ gemacht, wie Polizeichef Wilfried Korte sagte, die „nicht nötig gewesen“ wären, und allenfalls noch als „super Übung“ positiv verbucht werden könnten.

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