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Verpflegung für 300 Flüchtlinge

Versorgungszug der Feuerwehr steht bereit Verpflegung für 300 Flüchtlinge

Die Stadt Rinteln investiert weiter immense Summen in die Feuerwehr, aber diese steht auch für die Lösung vieler Probleme bereit – aktuell zum Beispiel für die Versorgung von Flüchtlingen, die bald auch in noch größerer Zahl in die Weserstadt kommen können – möglicherweise sogar so kurzfristig wie in Bückeburg.

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Quelle: SN

Rinteln. „Unser Versorgungszug bei der Feuerwehr Uchtdorf könnte in zwei bis drei Stunden 200 bis 300 Flüchtlinge mit Essen und Trinken versorgen, sogar ohne Schweinefleisch“, sagte Stadtbrandmeister Friedel Garbe jetzt dem Feuerschutzausschuss der Stadt, der im Rathaus tagte.

 Im Moment plagen sich die Wehren aber wieder mit vielen Fehlalarmen durch immer mehr Brandmelder auch in Gewerbebetrieben. Erfolgreich verläuft dagegen laut Garbe die Einführung der Digitalfunkgeräte, die im November in Fahrzeuge eingebaut werden sollen. „Zehn Geräte sind schon im Probebetrieb, die Verbindung zur Einsatzleitstelle wird dadurch besser. Wir haben außerdem Multiplikatoren ausgebildet, die künftig weitere Mitglieder schulen werden.“

 Ein Problem ist laut Garbe derzeit, dass nur die Hälfte der beantragten Lehrgangsplätze an der Feuerwehrakademie in Celle bewilligt werden, weil dort Lehrkräfte fehlen. „Wir werden die wenigen bewilligten Plätze künftig vorrangig für unsere neuen Führungskräfte vorsehen.“

 Keine Probleme haben die Feuerwehren mit der Stadt, denn diese engagiert sich für sie weiter nach dem gemeinsam erarbeiteten Entwicklungsplan für die Brandschützer. Nur Sonderwünsche werden nicht erfüllt, denn die Finanzlage setzt auch Grenzen. So wurde die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens (MTW) für Goldbeck ebenso abgelehnt wie ein geländegängiges Löschfahrzeug für die Ortswehr Engern, die diese Lösung für Hochwassereinsätze laut Stefan Frühmark (CDU) gut brauchen könnte. Der Entwicklungsplan sieht aber Hilfe von Nachbarwehren vor. Die Ortswehren Rinteln, Steinbergen und Wennenkamp bekommen aber 2016 plangemäß Mannschaftstransportfahrzeuge für jeweils 35000 Euro. Für dieses Thema soll später mal eine neue Grundsatzlösung gesucht werden, denn alle hatten im Ausschuss Verständnis für Goldbeck in seiner exponierten Lage. Drei der vorhandenen neun MTW hat die Stadt gekauft, die anderen stellten Sponsoren zur Verfügung. Letztere sollen laut einem älteren Grundsatzbeschluss von der Stadt ersetzt werden, wenn sie abgängig sind. Weitere MTW-Anschaffungen sind noch nicht geplant.

 Ohnehin, so Garbe, gehe der Trend zur Zusammenarbeit. Ab sofort werde zum Beispiel nicht mehr nach Ortsfeuerwehren alarmiert, sondern nach Zügen, die mehrere Ortswehren umfassen. So sollen immer genügend Brandschützer verfügbar sein.

 Bürgermeister Thomas Priemer berichtete über bevorstehende Baumaßnahmen und Veranstaltungen. So soll der Kreisjugendfeuerwehrtag 2016 mit 400 Delegierten am 12. Februar im Brückentorsaal veranstaltet werden. Die Stadt Rinteln und die Kreis-Jugendfeuerwehr bemühen sich, nach 2008 und 2012 ein weiteres Benefizkonzert in 2016 oder 2017 mit der Big Band der Bundeswehr auf dem Rintelner Marktplatz zu präsentieren. Das Kreiszeltlager der Jugendwehren soll nach 1999 und 2008 mit mehr als 1200 Teilnehmern 2017 erneut auf dem Gelände des Kreissportzentrums an der Burgfeldsweide ausgerichtet werden.

 Gerätehaus Deckbergen-Schaumburg: Das Grundstück ist gekauft, Bodenuntersuchungen sind vorgenommen worden, die Bauleitplanung ist eingeleitet. Die GVS erarbeitet erste Pläne für Gebäude und Stellflächen, die Feinplanung wird ein externes Fachbüro übernehmen. 400000 Euro werden in den Etat 2016 eingestellt, der Rest 2017.

 Gerätehaus Krankenhagen: Das Bauleitplanverfahren für die Nutzung des Raiffeisengeländes ist eingeleitet. Dort sollen auch Bürgerhaus, Supermarkt und Volksbankfiliale ihren Platz finden. Zurzeit werden der Standort des Feuerwehrgebäudes sowie Zu- und Abfahrten mit der Feuerwehrunfallkasse abgestimmt.

 Feuerwehrgarage Todenmann: Der Bauantrag für die Aufstellung neben der Mehrzweckhalle ist gestellt. Die Rohbau- und Stahlbauarbeiten wurden an zwei Firmen vergeben. Der Bau soll in Kürze beginnen.

 Feuerwehrgarage Möllenbeck: Die alte Garage ist abgerissen, der Neubau hat begonnen. Der Baukörper soll vor dem Winter fertig sein, die Innenausstattung erst 2017. dil

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