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Vor Gericht: Ladendieb entfernt Preisschild

Prozess Vor Gericht: Ladendieb entfernt Preisschild

Ein entwendeter Seitenschneider, ein abgelöstes Preisschild und eine 2,5-Promillefahrt mit seinem Rad haben einem 20-jährigen Rintelner nun eine Geldstrafe von 500 Euro eingebracht.

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Quelle: dpa

Rinteln. Dabei lautete der Schuldspruch auf Diebstahl, Urkundenunterdrückung und Trunkenheit im Verkehr. Sein wegen Diebstahls mit angeklagter Kumpel (22) wurde dagegen freigesprochen: Ihm konnte in dem Verfahren nicht nachgewiesen werden, dass er das Einstecken des Seitenschneiders abgesichert hatte.

Im Dezember 2014 gingen die beiden jungen Männer, die als abgelehnte Asylbewerber mit einer Duldung in Deutschland leben, in einen Rintelner Baumarkt. Der 20-Jährige nahm einen Seitenschneider im Wert von zehn Euro aus dem Regal und suchte dann eine andere Abteilung auf. Dort entfernte er das Preisschild von der Ware, was der Jurist als Urkundenunterdrückung bezeichnet.

Ein Detektiv beobachtete anschließend, wie er den Seitenschneider in seinen Jackenärmel schob. Vor Gericht gestand der 20-Jährige die Tat. Er gab an, er habe in seiner Wohnung eine Lampe reparieren wollen, habe aber kein Geld für den Kauf eines Seitenschneiders gehabt. Seinen mitangeklagten Kumpel entlastete der Rintelner: Dieser habe nichts von seiner Diebstahlsabsicht gewusst. „Ich habe nicht gesehen, dass er geklaut hat. Er hat mir auch nichts gesagt“, beteuerte daraufhin sein Landsmann.

In das Urteil gegen den 20-Jährigen wurde ein kürzlich gegen ihn erlassener Strafbefehl einbezogen. Der junge Mann war in einer Mainacht betrunken (2,5 Promille) mit seinem Fahrrad unterwegs. Einer Polizeistreife fiel damals auf, dass der Angeklagte Schlangenlinien fuhr. Daraufhin wurde er angehalten und kontrolliert.

Mit seinem Urteil entsprach Richter Christian Rost vollständig dem Antrag von Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt. maf

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