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Vordenker aus der 60-plus-Generation

Rintelner Mehrgenerationenwohnprojekt Vordenker aus der 60-plus-Generation

Es hört sich erst einmal so einfach an: „Wir wollen Leute finden, die auch gern gemeinschaftlich leben möchten. Dann brauchen wir ein Grundstück und einen Investor für das Bauprojekt, und schon kann es losgehen.“

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Für jeden Interessierten offen: Die Arbeitstreffen jeden zweiten Dienstag im Monats im Familienzentrum an der Ostertorstraße.

Quelle: cm

Rinteln. Dass der Weg vom ersten Gedanken bis zum tatsächlichen gemeinsamen Wohnen meist jedoch recht lang und auch beschwerlich ist, bestätigte sich für die Initiatoren des Rintelner Mehrgenerationenwohnprojektes bei ihren Besuchen in schon existierenden Gemeinschaften. „Man sagt, es dauert gewöhnlich etwa fünf Jahre, bis die ersten Bewohner einziehen können“, erkärt Ilona Laboga-Böttke, Vorsitzende des 2015 gegründeten Wohnprojekt-Vereins.

Erfahrungsaustausch ist derzeit Arbeitsschwerpunkt

Derzeit, man sei ja noch ganz am Anfang, liege der Arbeitsschwerpunkt auf der Öffentlichkeitsarbeit, der Mitgliederwerbung, im Bereich diverser Fortbildungen und in Besuchen bei anderen Initiativen zwecks Erfahrungsaustausches. Und während die vielleicht etwas ungeduldigeren Ideengeber der ersten Generation schon gar nicht mehr aktiv dabei sind, hat sich jetzt eine Gruppe zusammengefunden, die dem langen Weg durchaus etwas abgewinnen kann. „Im Gegensatz zu vielen eher kommerziell ausgerichteten Mehrgenerationswohnprojekten, die beim genaueren Hinschauen doch einfach nur barrierefreie Wohnungen beinhalten, wollen wir als echte Gemeinschaft zusammenleben. Dazu gehört auch, sich wirklich näher kennenzulernen und zusammenzuraufen.“

Gemeinschaft fördert Verbundenheit

Die regelmäßigen Treffen (jeden zweiten Dienstag im Monat ab 18.30 im Familienzentrum Rinteln, Ostertorstraße 2), gemeinsames Gestalten von Informationsständen und -veranstaltungen (jetzt soll sogar ein kleiner Film gedreht werden), aber auch Zeiten mit Klön und Schnack, Grillen und Spielen hätten schon dafür gesorgt, dass man sich immer mehr miteinander verbunden fühle.

Während das Ziel der Initiative darin liegt, die anvisierten 20 bis 25 Wohneinheiten mit einer großen Vielfalt von Lebensformen zu füllen – es sollen Familien mit Kindern, junge Singles, Wohngemeinschaften, Paare und ältere Menschen unter einem Dach wohnen –, liegt der Altersdurchschnitt bei den Initiatoren selbst doch eher im 60-plus-Bereich. „Doch auch in dieser Hinsicht wurden wir durch Erfahrungen anderer Projekte beruhigt“, erklärt Laboga-Böttke. „Allgemein hat sich gezeigt, dass die jüngeren Leute erst dazukommen, wenn die Idee schon Formen angenommen hat.“ So sind die engagierten Vordenker heute ganz zuversichtlich, dass sie ihr Traumgrundstück in fußläufiger Nähe zur Rintelner Innenstadt und auch einen Investor, der die Vorzüge einer zuverlässigen und verantwortungsbewussten Mietergemeinschaft zu schätzen weiß, in den nächsten Jahren finden werden.

Und dass so eine neuartige Gemeinschaft nicht nur den Bewohnern selbst dienen soll, wird bei den Ausführungen der Vereinsvorsitzenden ebenfalls deutlich. „Unser Haus soll auch Raum für kulturelle Veranstaltungen oder für die Vorstellung innovativer Ideen bieten. Wir wollen das Leben in Rinteln bereichern“, sagt Laboga-Böttke.

Für jeden Interessierten stehen die Arbeitstreffen jeden zweiten Dienstag im Monat im Familienzentrum an der Ostertorstraße offen.  cm

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