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Votum gegen Windräder

Stadtrat Rinteln Votum gegen Windräder

Es ist doch noch mal emotional geworden: Die  Sondersitzung des Rintelner Stadtrates lehnte zwar mit großer Mehrheit das Einvernehmen zur Errichtung von zwei Windrädern in Westendorf ab, zuvor wurde aber heftig diskutiert.

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 Endgültig verhindert ist der Windradbau nicht. Entscheiden wird der Landkreis.

Quelle: Symbolfoto

Rinteln. „Ich bedauere, dass wir in Rinteln nicht in der Lage sind, ein einziges Windrad aufzubauen und erneuerbare Energie zu produzieren“, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Ursula Helmhold in Bezug auf die seit Jahren tobende Diskussion über diverse Standorte. Sie sieht sich nicht in der Lage, aufgrund der unterschiedlichen Gutachten, die entweder von einer Gefährdung oder eben keiner nennenswerten Gefahr für das nistende Seeadlerpärchen ausgingen, zu entscheiden, welches denn nun Recht habe. Daher enthielt sich Helmhold bei der Abstimmung.

Gegenstimme aus der SPD

Während CDU und WGS geschlossen gegen die beiden Windräder argumentierten, und am Ende auch so votierten, kam die einzige Gegenstimme letztlich aus der SPD. Michael Pavel erklärte seine Einzelmeinung im Rat ausführlich. Er betonte, dass der Klimawandel ganz konkret Menschenleben, vielleicht nicht in Deutschland, aber in zahlreichen Küstenländern, bedrohe. „Ich werde es in Kauf nehmen, wenn hier ein Seeadler stirbt, wenn ich weiß, dass ich dadurch dazu beitrage, dass wo anders ein Menschenleben gerettet wird“, sagte er. Auch wenn sein Beitrag nun vielleicht nur symbolisch sei.

Christoph Ochs von den Grünen erklärte das Dilemma, in dem sich die Grünen befanden. „Wenn einem der Umweltschutz wirklich wichtig ist, dann kann man sich diese Entscheidung nicht leicht machen.“ Es stünde der Schutz der Seeadler, über dessen Gefährdung in den Gutachten sehr unterschiedliche Urteile gefällt wurden, gegenüber der Förderung von regenerativen Energien. Er verwies in seinen Wortmeldungen auch auf „persönliche Interessen“ einzelner Mitglieder, allerdings ohne darauf näher einzugehen.

In der WGS ergriffen Gert-Armin Neuhäuser und Heinrich Sasse klar, und teils lautstark Stellung gegen den Windradbau. Worte, wie „bekloppt und bescheuert“ fielen. Joachim von Meien (CDU) erklärte, dass für ihn der Seeadler „nicht ein Tier erster Klasse“ sei, sondern es darum gehe, das gesamte Gebiet vor den Auswirkungen der Windräder zu bewahren. jak

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