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Warnung vor Wildwechsel

Rinteln Warnung vor Wildwechsel

„Vorsicht: Wildwechsel“ – dieses Warnschild nehmen Autofahrer kaum noch wahr. Die Jägerschaft will das mit Hilfe von Berufsschülern ändern.

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Gemeinsame Aktion für mehr Sicherheit vor Wildunfällen: Berufsschüler übergeben im Beisein ihrer Lehrer und von Schulleiter Herbert Habenicht (6. v. r.) die ersten Warnkreuze an die Vertreter der Jägerschaft Schaumburg, Achim Palm (v. l.), Reinhold Siegmann, Helma Hartmann-Grolm und Hermann Platte.

Quelle: dil

Rinteln. „Wenn aber ein Reh in ein Auto läuft, gibt es schon hohen Sachschaden, ist es ein ausgewachsenes Wildschwein, sind die Folgen wesentlich schlimmer“, sagt Achim Palm, Sprecher der Jägerschaft Schaumburg.

Um die Aufmerksamkeit der Autofahrer zu erhöhen, sollen jetzt etwa 80 knallrote Dreibeine aus Holz an Straßen aufgestellt werden, immer da, wo es Wildunfälle gegeben hat. Und alle zwei bis drei Wochen wird der Standort gewechselt, damit keine Gewöhnung eintritt“, ergänzt Kreisjägermeister Reinhold Siegmann.

Gebaut haben diese „Kreuze für Wildunfälle“ Schüler des Berufsvorbereitungsjahrs (BVJ) der Berufsbildenden Schule Rinteln (BBS), Abteilung Holztechnik. Die Jägerschaft Schaumburg plante mit den Schülern, ihrem Fachlehrer Heino Röwer und Werkstattleiter Michael Hintz die Herstellung. Vier Tage innerhalb von vier Wochen waren nötig, um das Holz zuzuschneiden, in Farbe zu tauchen und alles dann wieder zu trocknen. Die nötigen Geräte (Tauchbecken und Abtropfregal) für die Herstellung der Kleinserie mit gleichen Produkten bauten die 16- bis 17-jährigen Schüler selbst.

Die ersten fertig montierten 20 Dreibeine sind gestern in der BBS an den Vorsitzenden der Jägerschaft, Hermann Platte, dessen Stellvertreterin Helma Hartmann-Grolm und Kreisjägermeister Reinhold Siegmann übergeben worden. Siegmann: „Wir haben nun Hegeringe, die dortigen Jäger werden die Kreuze aufstellen und für gute Sichtbarkeit sorgen.“

Schulleiter Herbert Habenicht freute sich gleich doppelt über die Aktion: „Bei so einem Kreuz geht man zunächst mal vom Gaspedal. Diese Aktion zu fördern, ist auch für die Schule gut, denn die Motivation der Schüler ist höher, wenn ein sinnvolles Produkt mit echtem Bedarf hergestellt als nur Übungsobjekte, die hinterher zersägt werden.“

Für die Jägerschaft, die Verkehrsbehörden und die Polizei sind die Dreibeine eine Chance, um mehr Aufmerksamkeit und Sicherheit in Bezug auf Wildunfälle zu erreichen. Einige andere Landkreise haben das schon vorgemacht und gute Erfahrungen gesammelt. Die Ziele sind klar: 1. Sensibilität für die Gefahr erhöhen, 2. aufmerksamer fahren, 3. Tempo drosseln, 4. dadurch Unfallzahlen senken, 5. Unfallfolgen und Kosten reduzieren sowie 6. Tierbestand schützen.

 „Wir tun schon viel, um Wild von den Straßen fernzuhalten, aber das gelingt natürlich nicht immer“, erklärte Palm. Die Holzdreibeine sollen nun die Autofahrer dazu bringen, sich selbst besser zu schützen.dil

 Gemeinsame Aktion für mehr Sicherheit vor Wildunfällen: Berufsschüler übergeben im Beisein ihrer Lehrer und von Schulleiter Herbert Habenicht (Sechster von rechts) die ersten Warnkreuze an die Vertreter der Jägerschaft Schaumburg, Achim Palm (von links), Reinhold Siegmann, Helma Hartmann-Grolm und Hermann Platte.dil

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