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Was kommt nach dem Abitur?

Auf der Suche nach dem Weg Was kommt nach dem Abitur?

Abitur mit 18 – und was dann? Viele Abiturienten fallen nach dem Schulabschluss in ein Vakuum. Sie wissen nicht, in welche berufliche Richtung es gehen soll. Zahlreiche junge Leute wählen dann als Findungsphase den Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ). Dort bekommen sie die Möglichkeit, sich auszutesten, Erfahrungen zu sammeln und sich zu orientieren. Franziska Nolte, Dennis Winkler, Florian Mehrens und Toby Oepen haben sich für diesen Weg entschieden. Ihre Berufsziele konnten sie während dieser Zeit konkretisieren.

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Dennis Winkler probt für sein Berufsziel: Im FSJ ist der 19-Jährige auch im Sportunterricht der Grundschule Nord im Einsatz.

Quelle: peb

Rinteln. „Durch die verkürzte Schulzeit ist die 11. und 12. Klasse Stress pur. Alles ist fokussiert auf die Schule – Schule am Vormittag, Schule am Nachmittag, Schule am Abend, Schule am Wochenende und Schule in den Ferien. Gedanken, was nach der Schulzeit passiert, kann man kaum fassen. Auch nicht hinsichtlich des beruflichen Werdegangs“, berichtet der 19-jährige Dennis Winkler, der beim SC Rinteln seit August vergangenen Jahres sein BFD absolviert. Er betrachtet das Jahr als Sondierungsjahr.

Sein Aufgabenfeld im BFD ist breit gefächert. Außer der Platzpflege, dem Einsatz im Management und der Integration in den Trainingsbetrieb des Vereins geht Winkler drei Tage in die Grundschule Nord und wird dort im Sport- und Schwimmunterricht eingesetzt. „In Absprache und unter Aufsicht der Fachlehrer darf ich Teile des Unterrichtes sogar planen, organisieren und bei der Durchführung unterstützend mitwirken. Die Arbeit mit den Kindern macht mir Riesenspaß.“

Nach dem Abitur habe er sich überlegt, beruflich in die sozial pädagogische Richtung zu gehen. Die Arbeit mit Menschen habe ihn schon immer interessiert. „Jetzt habe ich Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern gesammelt. Der Lehrberuf ist eine sehr interessante Alternative für mich. Ich kann mir gut vorstellen, nach dem BFD ein Studium für das Grundschulamt zu beginnen“, so Winkler.

Zum Ende der Schulzeit kristallisierte sich bei der 19-jährigen Franziska Nolte, die bei Aktiv Pro Gesundheit Rinteln ihr FSJ absolviert, heraus, dass sie später im Beruf mit Menschen, am liebsten mit jungen Menschen, arbeiten möchte und der Beruf etwas mit Sport zu tun haben sollte. „Ich habe mich zunächst für ein Studium der Sportwissenschaften interessiert, dann mich jedoch für ein Grundschul-Lehramts-Studium mit den Fächern Sport und Deutsch entschieden. Also habe ich mich für einen Studienplatz für das Wintersemester 2014 beworben und musste für Sport einen praktischen Test machen. Leider habe ich diesen nicht bestanden. Deshalb habe ich mich entschlossen, ein FSJ zu machen.“ Während dieser Zeit könne sie sich auf den Test intensiv vorbereiten. „Im Rahmen meines FSJs konnte ich vielfältige Erfahrungen bezüglich der Organisation rund um die Gesundheitssportangebote des Vereins sammeln, durfte mich als Übungsleiterin in Kursen austesten und habe gelernt, was im Umgang mit Menschen zu beachten ist. Mein Selbstbewusstsein, meine Kooperationsfähigkeit und meine Verantwortungsbereitschaft wurden gestärkt“, zieht er eine positive Zwischenbilanz.

Der Aufgabenbereich von Florian Mehrens, der beim SV Engern seine Einsatzstelle hat, ist recht vielschichtig. Beim SVE trainiert und betreut er Jugendteams und leitet das Tischtennis-Training, bietet eine Fußball-AG in der IGS Obernkirchen sowie Tennis-AGs in Rintelner Schulen an und ist an zwei Tagen Hilfskraft in Gruppen der Kindertagesstätte in Engern. „Nach dem Abitur hatte ich keine Ahnung, in welche Richtung es beruflich gehen sollte. Durch das FSJ gewinne ich Zeit, ich kann mich über Studiengänge in Ruhe informieren und anschließend hoffentlich die richtige Wahl treffen.“ Im FSJ habe er viel mit Kindern zu tun. „Die Arbeit mit dem Nachwuchs macht mir Spaß und ist auch interessant. Aber sie wird nicht zum Inhalt meines Berufes. Das habe ich für mich schon entschieden“, weiß Mehrens, dessen Bruder Maschinenbau studiert. „Meine Tendenz geht ebenfalls in diese Richtung – oder Betriebswirtschaftslehre“, ist sich Mehrens noch unschlüssig.

Auch Toby Oepen, der bei der VT Rinteln sein BFD absolviert, wusste nach dem Abitur nicht, was er studieren soll. „Ich hatte mich für Studiengänge in Richtung Produkt-Design im Dualen System beworben. Aber ich habe keinen Studienplatz bekommen und mich dann um eine FSJ-Stelle bemüht.“ Bei der VTR ist er im Leistungsturnen der Mädchen und Jungen, im Kinderturnen, im Futsal, Parkour, Trampolinturnen, Rhönradturnen, Basketball und in der Kletterabteilung im Einsatz. „Die Arbeit mit vor allen älteren Kindern und Jugendlichen macht mir Riesenspaß. Deshalb tendiere ich jetzt zum Lehramt an höheren Schulen.“ peb

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