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Weil die Einbrüche mehr werden

Ausstellung zum Thema Schutz Weil die Einbrüche mehr werden

Die Einbrüche haben sich gehäuft, vor allem in Krankenhagen und Steinbergen. Deshalb bieten Polizei und Rintelner Unternehmen eine Ausstellung zum Einbruchsschutz an. Vom 11. bis 13. Januar werden sie im ehemaligen „Tabakwaren-Exner“, Marktplatz 11, rund ums Thema Einbruchschutz informieren.

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Dietmar Scholz (von links), Daniela Kempa, Tamara Ehrmantraut-Riechers und Enno Hübers der Firma „Comp Pro“ laden zur Ausstellung zum Einbruchsschutz in der kommenden Woche.

Quelle: cst

RINTELN. „Leider ist es ein tagesaktuelles Thema“, sagt Daniela Kempa, Leiterin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes bei der Polizei Rinteln. Bei den Kooperationspartnern handelt sich um Firmen aus der Region, so zum Beispiel Tischlerei Hoppe, die auf den Bereich der Nachrüstung spezialisiert ist, sagt Sicherheitsberater Dietmar Scholz.

 Mit dabei sind auch Eisen-Niemeyer, AGT Sicherheitstechnik mit Alarmanlagen-Technik aus Drakenburg bei Nienburg sowie Comp Pro, ebenfalls aus Drakenburg, die sich auf Videoanlagen und Türsprechanlagen spezialisiert haben. All diese Firmen sind den Veranstalter zufolge durch das Landeskriminalamt (LKA) zertifiziert oder auf dem Wege dahin. Wer auf korrekt eingebaute Produkte setze, die einem Einbruchsversuch standhalten, komme am Facmann nicht vorbei.

Gelegenheitstäter, keine Profis

 „Die Versuchshandlungen steigen kontinuierlich“, verdeutlicht Scholz. Dabei würden die meisten Einbrüche nicht von „Profis“ begangen, sondern von Gelegenheitstätern. „Und gegen die kann ich mich schützen“, sagt Scholz.

 Dabei spiele Zeit eine große Rolle: Meist entscheide ein Täter innerhalb von drei Minuten, ob er den Einbruch macht oder nicht. Halten Fensterrahmen oder Türknaufe während dieser Zeit stand, werde der Einbruch meist abgebrochen. Produkte zur Einbruchsprävention werden entsprechend dieser „Drei-Minuten-Regel“ getestet.

 Dass die Arbeit vom Fachmann meist mehr kostet als Artikel, die man auf eigene Faust im Internet bestellt hat, ist Sicherheitsberater Scholz bewusst. Doch spätestens, wenn man Fehlalarme einer selbst angebrachten Alarmanlage erlebt habe – inklusive der Kosten, die man tragen muss – werde man eines Besseren belehrt.

Förderung vom Bund

 Außerdem gebe es seit dem Jahr 2016 Förderung vom Bund für die Nachrüstung von Wohneigentum, so Scholz. Bei einer Investition von bis zu 15000 Euro würden zehn Prozent der Summe gefördert, bei einer Investition von bis zu 1000 Euro 15 Prozent.

 Der Prozess dahinter sei benutzerfreundlich, sagt Scholz: Auf der Homepage der Förderbank KfW die Kontaktdaten eingeben und den Kostenvoranschlag des beauftragten Unternehmens einreichen. „Die Zusage kommt innerhalb von Minuten“, so Scholz. Wichtig sei, dass man auf diese Zusage warte, bevor man nachrüste.

 Wie wichtig Schutzmaßnahmen gegen Einbrecher sind, betonen Daniela Kempa und Tamara Ehrmantraut-Riechers von der Rintelner Polizei. In den vergangenen Monaten sei viel unternommen worden, um die Bevölkerung zu sensibilisieren: Plakate wurden aufgehängt und Flugblätter verteilt, um auf Sicherheitslücken am Haus aufmerksam zu machen – gekippte Fenster etwa oder schlecht gesicherte Terrassentüren. Außerdem habe die Polizei viel patrouilliert, habe auf den Grundstücken nach Schwachstellen gesucht und Gespräche mit Anwohnern geführt.

 Wichtig sei es, den Eindruck zu machen, als sei jemand zu Hause – etwa durch Bewegungsmelder – sowie aufmerksame Nachbarn. Und: Beim kleinsten Verdacht – unbekannte Person oder ein verdächtiges Fahrzeug –, solle man ruhig die Polizei anrufen, gerne auch die örtliche anstatt 110.

 Die Ausstellung findet statt am Donnerstag und Freitag, 11. und 12. Januar, von 11 bis 18 Uhr sowie am Sonnabend, 13. Januar, von 9 bis 16 Uhr. von Marieluise Denecke und Celina Stuckenberg

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