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"Welt der Anatomie" hat nichts mit "Körperwelten" zu tun

Ausstellung in Rinteln "Welt der Anatomie" hat nichts mit "Körperwelten" zu tun

Wer glaubt, die angekündigte Ausstellung „Welt der Anatomie“, die am Wochenende im Rintelner Brückentorsaal gezeigt wird, sei mit Hagens „Körperwelten“ vergleichbar, wird ganz sicher enttäuscht sein.

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Überall in der Stadt hängen Plakate, die für die „Körper“-Ausstellung werben. pr.

Quelle: jan

Rinteln. Man muss es schon fast als Bauernfänger-Trick bezeichnen, dass die Veranstalter dieser Wanderausstellung damit werben, „hautnahen anatomischen Anschauungsunterricht“ und „bisher unbekannte dreidimensionale Einblicke in die Welt der Körper“ zu bieten. Direkt geschwindelt wird zwar nicht. Doch entsprechen Fotos und Texte der Ankündigungen nicht der wirklichen Ausstrahlung von der „Welt der Anatomie“.

 Die „bisher unbekannten Einblicke“ sammelt man anhand von Kunststoffmodellen, wie sie ähnlich in jeder halbwegs gut ausgestatteten Schule zu finden sind. Informationstafeln rund um den Verlauf von Geburt oder Krankheit zeigen Bilder, die aus einem Anatomie-Atlas stammen könnten. Durchaus lehrreich, wenn man eine geballte Ladung anatomisches Wissen sucht, mehr aber auch nicht.

 Die „Welt der Anatomie“ war im vergangenen Jahr in Hameln zu Besuch und hinterließ dabei viele Besucher, die sich für einen Eintrittspreis von immerhin zwölf Euro Spannenderes erwartet hatten. Auch Berichte aus anderen Städten betonen, dass Gäste sich getäuscht fühlten, weil sie „echte“ Präparate und nicht 400 Plastikmodelle zu sehen hofften. Also: Wer eine breite Auswahl von Körper- und Organmodellen sehen und damit einen differenzierten Blick in den Menschenkörper werfen will, der liegt richtig mit einem Besuch der Ausstellung. Denjenigen aber, die sich freuten, dass eine Art Kopie der „Körperwelten“ den Weg nach Rinteln gefunden habe, denen sei eher abgeraten. cok

  •  Sonnabend, 16. April, und Sonntag, 17. April, jeweils von 11 bis 18 Uhr. Der reguläre Eintritt beträgt zwölf Euro.
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