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Wenn der Vater mit dem Sohne einmal ausgeht...

Rinteln / Museum Eulenburg Wenn der Vater mit dem Sohne einmal ausgeht...

Zwölf Jungs und ihre Väter sitzen um ein (fast echtes) Lagerfeuer und lauschen einer Geschichte aus ferner Vorzeit. Ein ungeheures Mammut erhebt sich im Hintergrund, und da vorne lugt ein gefährlich wirkender Höhlenlöwe aus seiner Höhle – ein Ambiente im Museum Eulenburg, bestens geeignet, um die Phantasie in der „Nacht der Abenteuer: Bei den Mammutjägern“ anzuregen.

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Die Söhne genießen es, ihre Väter ganz für sich zu haben und den Geschichten zu lauschen.

Quelle: cok

Rinteln (cok). Bereits im Sommer hatte die Stadtbücherei zu einem reinen „Männerabend“ eingeladen, draußen, an einem echten Lagerfeuer mit Stockbrotbäckerei. Die meisten Jungs, die kamen, sind regelmäßig beim sogenannten „Vorleseclub mädchenfrei“ dabei. „Ja, Veranstaltungen mal ganz ohne Mädchen, das kommt gut an“, meint Stadtbücherei-Leiterin Andrea Tuschke. „Es ist irgendwie entspannter, auch wenn man im ersten Moment meinen könnte, es seien eher die Mädchen, die etwas ohne Jungs unternehmen wollen.“

 Wie sehr die Acht- bis etwa Zehnjährigen es außerdem genießen, dass sie ihre Väter dabei haben, ganz für sich allein, das sieht man fast in jedem Moment innerhalb der zwei Abendstunden im Museum. Beim Vorlesen – „Lesefreund“ Rolf Schultz wählte dafür das Kinderbuch „Dem Mammut auf der Spur“ – lehnen sich viele an ihren Vater, und als sie versuchen, verschiedene Tierspuren den Tier-Modellen im Museum zuzuordnen, bilden sich lauter Vater-Sohn-Teams, in denen die Köpfe vertraulich zusammengesteckt werden und gemeinsam gerätselt wird. Nicht anders ist es später, wenn die Jungs und Männer Speere bauen oder archaische Brummkreisel basteln und antreiben.

 Ähnlich wie die Stadtbücherei hatte auch die Museumsleitung vor ein paar Wochen zu einer „Nacht im Museum“ eingeladen, eine gute Idee, um den Blick auch auf die unauffälligeren Exponate der „Eiszeit-Ausstellung“ in der Eulenburg zu lenken. Außer den eindrucksvollen Tiermodellen – darunter ein Elch, dessen Größe nur vom wütend aufgerichteten Bären und dem Mammut übertroffen wird – gibt es viele Steinzeitwerkzeuge und Waffen. Und es scheint, als würden sie nachts mehr Eindruck machen, als würde ihre Überlebensbedeutung noch klarer. Erst recht, wenn man dann über mutige Mammutjäger vorgelesen bekommt, die sich in Eiszeitkälte durchschlagen müssen. Zu essen gab es auch, „Schinkenknochen“, in Gestalt köstlich-würziger Brötchen von Bäcker Keßler aus Exten, dazu „reines Quellwasser“ – na ja, aus der Plastik-Literflasche.

 Am Freitag, 2. März, um 19 Uhr, lädt die Stadtbücherei speziell Mädchen zu einer Lesung ins Museum, diesmal in die Ausstellung über die Zeit der Hexenverfolgung. Grausamkeiten bleiben außen vor, es geht um „Hexengeheimnisse“, angefangen bei Zaubersprüchen und -stäben bis hin zur Kräuterkunde, Hexenbesen und Rezepten für einen Hexentee. Wer sich jetzt anmeldet, hat noch die Chance, einen Platz zu ergattern.

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