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Wenn die Wildgänse kommen

Ausgleichszahlungen für Fraßschäden Wenn die Wildgänse kommen

Unter der Regie des Landkreises Schaumburg ist jetzt eine Vereinbarung unterzeichnet worden, die Ausgleichszahlungen für Fraßschäden von nordischen Gastvögeln im Rintelner Wesertal ermöglichen wird. Die beteiligten Kieswerke Ahe Schaumburger Weserkies und Pampel GmbH, vertreten durch ihre Geschäftsführer Sascha Wagener und Philipp Reese, stellen dafür bis zu 20000 Euro jährlich zur Verfügung.

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Wildgänse haben sich auf einem Feld niedergelassen. Die Fraßschäden sind nicht unerheblich.

Quelle: dpa

RINTELN. Fraßschäden durch Wildgänse sind keine Wildschäden, die nach Jagdrecht entschädigt werden. Auch gibt es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen den vermehrt auftretenden Wildgänsen und der Veränderung des Landschaftsraumes durch die entstehenden Wasserflächen nach dem Kiesabbau und den immer knapper werdenden Acker- und Grünlandflächen. Dies haben ihnen den Anlass gegeben, etwas zu tun, erläuterten Dezernentin Andrea Stüdemann vom Landkreis Schaumburg und Rainer Gerlinger, Leiter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) – Bezirksstelle Hannover. Beide würdigten das freiwillige finanzielle Engagement der beiden Kiesabbauunternehmen.

Die Vereinbarung sieht vor, dass Schäden, die im Winter bis Ende März entstehen, ausgeglichen werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich die Landwirte vertraglich dazu verpflichten, die Gänse auf bestimmten Flächen nicht zu vergrämen.

Schätzer registriert und bewertet

Die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd ist davon nicht betroffen. Festgestellte Schäden können dann bis zum 20. März an die Bezirksstelle Hannover der Landwirtschaftskammer gemeldet werden. Bei mindestens zwei Begehungen Ende März und Ende April werden die Schäden durch die Schätzer der LWK registriert und bewertet. Die ermittelten Schadenssummen gehen dann an den Landkreis Schaumburg, der die Auszahlung veranlassen wird.

Die Landwirtschaftskammer und der Landkreis Schaumburg hatten die vor Ort wirtschaftenden Landwirte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Rund 40 betroffene Landwirte waren der Einladung in den Hofgarten des Klosters Möllenbeck gefolgt. Die Leiterin der Naturschutzbehörde, Martina Engelking, stellte das Gebiet vor und Thorsten Schwöbel von der Landwirtschaftskammer erläuterte den geplanten Ablauf im Einzelnen.

In der Diskussion schilderten Landwirte, dass nach ihrer Beobachtung die größten Schäden durch Brutvögel verursacht werden, die das ganze Jahr im Wesertal bleiben. Gleichwohl bestand Einigkeit, mit der unterzeichneten Vereinbarung einen ersten wichtigen Schritt zu gehen, die auftretenden Schäden durch die Tiere regelmäßig zu beobachten und einmal jährlich über die Ergebnisse zu sprechen.

Weitere Informationen sowie Antragsformulare sind auf der Seite der Bezirksstelle Hannover auf www.lwk-niedersachsen.de zu finden. Ansprechpartner ist Thorsten Schwöbel, Telefon (0511) 40052464 und E-Mail: thorsten.schwöbel@lwk-niedersachsen. Für dieses Jahr können noch Anträge bis einschließlich 15. Dezember gestellt werden. we

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