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Wer entwirft die schönste IGS?

Architektenwettbewerb Wer entwirft die schönste IGS?

Der Landkreis betritt Neuland: Für den Neubau der IGS an der Rintelner Burgfeldsweide muss er das erste Mal einen Architektenwettbewerb ausschreiben.

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Laut dem Landkreis Schaumburg solle sich die neue IGS innerhalb des Kreises befinden.

Quelle: Landkreis Schaumburg

RINTELN. Bei einem Auftrag über ein Gebäude im Wert von 9,8 Millionen Euro erwartet Fritz Klebe, Baudezernent des Landkreises, daher zahlreiche Teilnehmer am Wettbewerb.

 Teilnehmen dürfen allerdings nur 15 Architektenbüros, die außerdem einen Jahresumsatz von 500000 Euro sowie mindestens fünf festangestellte Architekten nachweisen müssen. Die Teilnehmer für den Wettbewerb werden ausgelost, da laut Klebe „die Klagewahrscheinlichkeit bei derartigen Verfahren groß ist“. Brisanterweise müsse bei einer etwaigen Klage das Projekt bis zum Ende des Verfahrens gestoppt werden. „So eine Zeitverzögerung ist sehr ärgerlich.“

 Laut Ausschreibung ist die Übergabe an den Landkreis für das 4. Quartal 2019 vorgesehen. Insgesamt soll der Neubau 5986 Quadratmeter groß sein und Platz für etwa 900 Schüler sowie 38 Lehrer bieten. Teile der vorhandenen Schulsport- und Stellplatzanlagen des Gymnasiums Ernestinum sowie des Schulhofs sind neu zu planen.

 Noch bis zum 9. Februar können sich Architekten für den Wettbewerb bewerben. Die 15 ausgelosten Teilnehmer bekommen laut Klebe im Anschluss die detaillierten Anforderungen wie etwa das Raumprogramm der IGS, den Lageplan der Burgfeldsweide und Grundrisse des Gymnasiums, um auf dieser Basis ihre Entwürfe anzufertigen.

 Diese werden dann einer fachlichen Vorprüfung durch ein externes Büro unterzogen und gewertet. Dabei geht es laut Klebe unter anderem darum, ob das Raumprogramm erfüllt wurde, ob das Gebäude energetisch gut sei und vom pädagogischen Konzept her Sinn mache. Außerdem gebe es eine Jury, in der außer der Schulleitung und Fachleuten des Landkreises auch Bürgermeister Thomas Priemer sitze. Dieses Preisgericht tagt voraussichtlich am 23. Mai. Die vier besten Entwürfe erhalten jeweils ein Preisgeld. Dem Erstplatzierten winken 18800 Euro, für den Zweiten gibt es 14100 Euro, der Dritte bekommt 9400 Euro und der Vierte 4800 Euro. „Das bedeutet aber nicht, dass der Erstplatzierte auch den Zuschlag erhält“, betont Klebe.

 Denn nach der rein fachlichen Beurteilung spiele auch das geforderte Architektenhonorar eine Rolle. Wobei auch nicht notwendigerweise das billigste Angebot den Zuschlag erhalte. Die endgültige Entscheidung für einen der Entwürfe fällen dann die Kreistagspolitiker.

 Die Nettokosten von 9,8 Millionen Euro beziehen sich nur auf Bauwerk und Technik der neuen IGS. Dazu kommen noch Außenanlagen, technische und verkehrliche Erschließung, Baunebenkosten (unter anderem Architekt, Statiker, Bodengutachten, Vermessung), Ausstattung wie etwa die Möbel, Umbauten im Gymnasium (Aula und Mensa) sowie die jeweilige Mehrwertsteuer. Die Gesamtkosten der IGS belaufen sich auf etwa 17,9 Millionen Euro.

 Die Modelle aller 15 Entwürfe sollen nach dem Urteil der Jury öffentlich ausgestellt werden. Damit jeder Bürger sich ansehen kann: So hätte unsere IGS auch aussehen können. Von Jakob Gokl

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