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Wer war der zweite Begleiter?

Rinteln / Körperverletzung Wer war der zweite Begleiter?

Nach dreiwöchiger Unterbrechung ist das Körperverletzungsverfahren gegen einen 20-jährigen Rintelner nun fortgesetzt worden. Erneut wurden vor dem Jugendschöffengericht mehrere Zeugen gehört, die zum Teil schon einmal an früheren Verhandlungstagen vernommen worden waren.

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Rinteln. Rinteln. In dem Prozess wird dem Angeklagten zur Last gelegt, er habe in der Neujahrsnacht 2011 einem Mann (45) mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Kurz darauf soll er mit seinen beiden Begleitern ein zweites Mal am Tatort aufgetaucht sein. Laut Anklage kam es dabei auch zu Drohungen gegenüber der Ehefrau des 45-Jährigen (wir berichteten).

 Auch nach fünf Verhandlungstagen mit einem Dutzend vernommener Zeugen, zahlreichen Beweisanträgen der Verteidigung und einem nächtlichen Ortstermin gestaltet sich die Aufklärung des Falles weiterhin schwierig. Zu unterschiedlich sind nach wie vor die Angaben der Beteiligten. Rätselhaft bleibt auch, wer der zweite Begleiter des Angeklagten war.

 Hintergrund des nächtlichen Geschehens am Rande einer Silvesterfeier war offenbar ein im Sommer 2009 verübtes Sexualdelikt. Damals hatte der jetzt Angeklagte gemäß einer Entscheidung des Landgerichts Bückeburg die 14-jährige Tochter des nun angegriffenen Ehepaares vergewaltigt. Dafür kassierte er eine Jugendstrafe von 18 Monaten mit Bewährung. Das Urteil ist längst rechtskräftig, der Rintelner bestreitet diese Tat aber noch heute energisch.

 Am Silvesterabend 2010 ging das Ehepaar mit Freunden gegen Mitternacht vor die Tür, um dort anzustoßen. Wenige Minuten danach fuhr ein Auto die Straße entlang und hielt schließlich an. Drei junge Leute stiegen aus: Der Angeklagte, sein Bruder (23) und ein dritter Mann. Nach Aussage mehrerer Zeugen verpasste der Angeklagte dem 45 Jahre alten Ehemann einen Faustschlag ins Gesicht. Dagegen beteuerte der Rintelner, nicht er, sondern sein Bruder habe den Mann geschlagen.

 Dies bestätigten der Bruder und ein 35-Jähriger, der die dritte Person im Auto gewesen sein will. Andere behaupteten dagegen, dass der 35-jährige Entlastungszeuge überhaupt nicht vor Ort gewesen sei. Etwa 15 Minuten nach dem ersten Auftauchen erschienen der Angeklagte, sein Bruder und ein dritter Mann erneut bei den Feiernden und sorgten noch einmal für Unruhe. Das Lager um den Angeklagten berichtete, dass beim zweiten Mal ein anderer Bekannter (27) ihr Begleiter war.

 Dies wiederum bezweifelten mehrere Zeugen. Sie sagten aus, sie hätten jeweils denselben Begleiter gesehen. Bei der dritten Person, so wurde erzählt, handelte es sich um keinen der genannten Männer, sondern um eine bislang unbekannte Person. Am Donnerstag wird der Prozess fortgesetzt.

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