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Wer wollte die Kirche betrügen?

Gefälschtes Überweisungsformular Wer wollte die Kirche betrügen?

Dreist, was sich ein Betrüger gegenüber der evangelisch-reformierten Jakobi-Kirchengemeinde in Rinteln erlaubt hat: Mit einem gefälschten Überweisungsformular wollte er 3200 Euro erschleichen, um damit seine Einkäufe zu bezahlen. Die Sparkassen-Mitarbeiter haben sich aber nicht täuschen lassen.

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Pastor Heiko Buitkamp

Rinteln. Pastor Heiko Buitkamp erstattete sofort Anzeige gegen unbekannt. „Zum Glück wurde der Betrag gar nicht erst abgebucht“, sagt er. „Die Person hatte einen Überweisungsvordruck mit der Kontonummer unserer Kirche ausgefüllt und meine Unterschrift gefälscht.“ Abgesehen davon, dass es sich dabei um eine plumpe Fälschung handelte, die beim Vergleich mit der hinterlegten Unterschrift gleich aufflog, hatte der Betrüger den Vordruck bei der Sparkasse in Bad Eilsen in den Briefkasten geworfen. „Das machen wir nie, auch deshalb schöpften sie dort Verdacht.“

 Die Anzahl von Überweisungsaufträgen, die in Bankbriefkästen eingeworfen werden, seien in Zeiten des Online-Bankings klar zurückgegangen, so Jörg Nitsche, Pressesprecher der Sparkasse Schaumburg. Trotzdem gebe es ab und zu solche Trickbetrugsversuche. „Wir kommen denen aber fast immer auf die Spur“, sagt er. „Unsere Mitarbeiter sind dafür geschult. Sie halten verdächtige Überweisungsträger zurück und wenden sich an die betroffenen Konto-Inhaber.“

Bank übernimmt Verantwortung

In Fällen, wo es sich nicht um Fahrlässigkeit aufseiten der Bankkunden handelt, übernimmt die Bank die Verantwortung, sollte ein gefälschter Überweisungsauftrag tatsächlich ausgeführt worden sein. Doch auch die Kunden treffe eine Mitverantwortung, so Nitsche. Gerade öffentliche Institutionen seien immer mal wieder von solchen Betrügereien betroffen, komme man doch leicht an die entsprechenden Kontodaten heran. Deshalb solle man seine Konto-Auszüge regelmäßig prüfen und alle Auffälligkeiten sofort melden. „Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig“, meint er.

 Ob man den Betrüger erwischen wird? Man könnte meinen, es sei nicht schwer herauszubekommen, wer seine Rechnung auf Kosten anderer begleichen wollte. Die Rintelner Polizei hat die Sache an die Staatsanwaltschaft Bückeburg weitergeleitet. Sowohl das Versandhaus als auch die Bank könnte eventuell mit entsprechend genehmigter Datenfreigabe feststellen, um wessen Bestellung es ging. „Es kann allerdings auch sein, dass es sich um einen gefälschten Account handelt und die Sendung an eine ebenfalls gefälschte Adresse gegangen wäre“, sagt dazu Daniela Kempa, Leiterin des polizeilichen Ermittlungsdienstes. „Manchmal ist so was schwierig, aber – wir bleiben dran.“ cok

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