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Wesergold wirbt auf Wasserflaschen für Sommeruni

Wissensdurst Wesergold wirbt auf Wasserflaschen für Sommeruni

Derzeit laufen einige besondere Flaschen vom Fließband bei WeserGold. Das Etikett haben nicht alle Extalerflaschen. Nur eine Million von ihnen. Riha-Produktionsleiter Sipko Rienks greift sich eine von einer Million Mineralwasserflaschen, Geschmacksrichtung Classic, 0,7 Liter, vom Band.

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 Produktionsleiter Sipko Rienks an der Etikettiermaschine. jan

Rinteln. Im 60-Dezibel-Getöse der Abfüllanlage bei WeserGold hält er das besondere Rückenetikett in die Kamera und fragt mit holländischem Akzent: „Ist das gut so?“ Auf dem Exemplar zu lesen ist: „Wir stillen Wissensdurst“. Das macht sie so interessant.

 Die ersten Flaschen mit diesem Etikett kommen am morgigen Dienstag in den Handel. Erst mal „nur“ 350.000. Allerdings: Nicht der Extener Getränkehersteller will den Wissensdurst stillen, sondern die Sommeruni, die im Juni möglichst viele wissensdurstige „Probierstudenten“ in die ehemalige Universitätsstadt Rinteln locken möchte. Eine Million Werbeaufkleber auf Mineralwasserflaschen sollen erneut für regen Zulauf sorgen. Der Holländer am laufenden Band stellt die Flasche zurück. Nun ist sie wieder eine von vielen. „24.000 schafft die Anlage pro Stunde“, sagt Rienks.

 Damit sie blitzsauber zum Abfüllen und Etikettieren erscheinen, werden die aus ganz Deutschland nach Exten zurückgekehrten Mehrwegflaschen nach dem Ausladen in unterschiedlichen Laugen gebadet. „Zum Teil ganz schön heiß (bis zu 85 Grad Celsius)“, sagt Rienks. Danach durchlaufen sie die automatische Kontrolle. Die sortiert gnadenlos alles aus, was irgendwie nach dem Attribut „mangelhaft“ aussieht. Auch die Flasche, deren letzter Besitzer den gläsernen Hals mit komischem Klebeband verunziert hat, schafft es nicht weiter.

 Doch was ist denn nun mit den inneren Werten? Nur wo Mineralwasser draufsteht, ist auch Mineralwasser drin. Aber zwischen den riesigen Rohwasserbehältern im Hof und der Etikettiermaschine in der 23.000 Quadratmeter großen Produktionshalle gibt es noch eine Station: die Aufbereitungsanlage. Kommt das natürliche Quellwasser denn nicht direkt in die Flasche? „Nein“, sagt Rienks, „wir entziehen dem Rohwasser Eisen und Mangan.“ „Der Eisenanteil im Wasser flockt mit der Zeit aus, und das sieht in der Flasche nicht schön aus“, erklärt der Holländer. Das Mangan rieche ein bisschen, deswegen werde es herausgenommen.

150.000 „Sommeruni“-Flaschen hat die Abfüllanlage an diesem Tag vom Band in die Getränkekisten befördert. Am nächsten Tag kommen noch einmal 200.000 hinzu. Und am Ende werden es ziemlich genau 1,075 Millionen sein. Die „Wissensdurst“-Flaschen werden laut Rienks jedoch nur in der Umgebung zum Durstlöschen verkauft. jan

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