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Weserpromenade: Senioren fühlen sich ausgegrenzt

Rinteln / Unterschriftenliste Weserpromenade: Senioren fühlen sich ausgegrenzt

Die Weserpromenade mit ihrer Brücke über den Alten Hafen wird im Dezember fertig. Doch nicht alle freuen sich darauf. Von der WGS und den Grünen ist dies bekannt (wir berichteten), jetzt meldeten sich rund 15 Bewohner der Seniorenwohnanlage Alte Feuerwehr in der Schulstraße mit einer Unterschriftenliste bei Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz.

Rinteln. Sie fühlen sich wegen der für Behinderte nicht benutzbaren Brücke „ausgegrenzt als Bürger zweiter Klasse“. Manfred Pollmann, Vorsitzender des Behindertenbeirats der Stadt Rinteln, hat dieses Schreiben gestern in der Beiratssitzung verlesen lassen – und dazu prompt die gerade erst erhaltene Antwort des Bürgermeisters an die Senioren.

 Das Projekt Verlängerung der Weserpromenade bis zum Alten Hafen und auf die Gouvernementsinsel sei auf der Basis einer Machbarkeitsstudie angegangen worden, heißt es inn dem Schreiben. Die Bezuschussung aus dem Topf Städtebauförderung, die begrenzten möglichen Eigenmittel und die schwierige topografische Situation des Geländes hätten zur jetzigen Lösung geführt. Die fußläufige Erreichbarkeit des Weserufers bis zur Extermündung werde gegeben, die Erlebbarkeit des Weserufers durch freigeschnittene Sichtachsen verbessert – auch für Rollstuhlfahrer. Die neue „Möblierung“ der Promenade lade alle zum Verweilen ein. Der Bürgermeister wünscht abschließend, dass auch die Bewohner der Alten Feuerwehr die Promenade viel nutzen und Spaß dabei haben.

 Pollmann und seine Mitstreiter im Behindertenbeirat zeigten wenig Verständnis für die Unterschriftenliste wie auch für die Anfang Oktober laut gewordene Kritik der WGS an der steilen Treppe zum Brückenende. Wichtig sei, so Pollmann, dass die Ziele Gouvernementsinsel und Extermündung auch für Behinderte erreichbar seien. Diese würden doch beim Hinweg an der steilen Treppe schon sehen, dass sie dort zurück nicht hinauf können.  r

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