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Weserspatzen zwitschern im Brückentorsaal

Rinteln Weserspatzen zwitschern im Brückentorsaal

Wenn die kleinen Weserspatzen zu einem Konzert in den Brückentorsaal einladen, sind sie meistens nicht alleine: Bei ihrem jüngsten Auftritt haben zahlreiche ältere Chorherren die musikalischen Programmpunkte mit ihnen gestaltet, der musikalische Leiter Viktor Pidpalyy musizierte meisterlich auf dem Akkordeon.

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Die kleinen Weserspatzen auf der Bühne des Brückentorsaals werden von zahlreichen Chorherren, Leiter Viktor Pidpalyy und Sopranistin Frauke Schmidt (kleines Bild) unterstützt.

Quelle: tol

Rinteln. Sopranistin Frauke Schmidt bewegte das Publikum mit einer Stimme, die eigentlich einem Engel zu gehören scheint.

 Aber natürlich machten auch die Weserspatzen-Kinder Freude. Acht süße Mädchen in Trachtenröcken, dazu noch ein Junge und ein paar junge Erwachsene, die Weihnachtslieder sangen und die etwa 200 Zuhörer damit in gute Laune versetzten. Schmidt hat mit den Kleinen geprobt, während Pidpalyy die Männergesangsvereine „Concordia Engern“ und die Uchtdorfer „Germanen“ auf die Bühne führte, letztere teilweise begleitet von einigen Sängerinnen. Aus dem „Ausland“, das heißt aus dem nahegelegenen nordrhein-westfälischen Meierberg angereist, kamen die munteren „Frohsinn“-Sänger, aus deren Reihen sich sogar einige Solisten hervorzuheben wagten.

 Die souveräne Moderation von Rita Sinnhuber, die zu jedem einzelnen Vortrag eine informative Kleinigkeit beisteuerte, verband die insgesamt 28 Lieder zu einem stimmigen Gesamtprogramm. Was bei den Besuchern auch sehr gut ankam: die französischen Tänze, die Mandy Foitlinski mit ihrem Lehrer Pidpalyy auf dem Akkordeon intonierte. Einmal wurde die junge Frau von ihrem Bruder Mirco am Keyboard begleitet.

 Als sich zum Ende der ersten Programmhälfte die Männergesangsvereine von Engern und Uchtdorf zu einem Chor zusammenschlossen und mit doppelter Stimmkraft von Friedens- und Weihnachtsglocken sangen, wünschte sich wohl so mancher, dass sich die beiden Gemeinschaften einfach für immer zusammentun und damit für eine leichtere Zukunft der Vereine sorgen würden. Wie die meisten traditionellen Sängergruppen haben auch diese beiden unter Mitgliederschwund zu leiden.

 Allen voran war es Schmidt, die die Menschen im Brückentorsaal geradezu bezauberte. Die ursprünglich aus Polen stammende Sopranistin ist studierte Opernsängerin. Angesichts der Reinheit ihrer hohen Stimme, des ungeschnörkelten Ausdrucks selbst bei den romantischsten Liedern, der „Unschuld“ gewissermaßen ihres Vortrags, spürte das Publikum, dass da eine Ausnahme-Künstlerin auf der Bühne stand. Das so melancholische Lied von Maria, die durch den Dornwald ging, und „da haben die Dornen Rosen getragen“, es kann wohl kaum bewegender interpretiert werden als von dieser Sängerin. Was für ein Glück für die Weserspatzen, die die Sopranistin ihre Lehrerin nennen dürfen. cok

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