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Wettbewerb um gute Köpfe wird größer

Rinteln / Sommeruni Wettbewerb um gute Köpfe wird größer

Am Sonnabend, 30. Juli, beginnt die Rintelner Sommeruni, die in diesem Jahr ein Novum im Programm haben wird: einen sogenannten Berufsfindungstag, der nicht nur den Teilnehmern der Sommeruni, sondern allen jungen Schülern dabei helfen soll, sich über Ausbildungswege und berufliche Perspektiven bei den Firmen, die in der Region angesiedelt sind, zu informieren.

Rinteln (mld/rd). „Die Sommeruni verändert sich ständig, weil wir versuchen, neue Trends aufzugreifen“, erklärt Dunja Cordes von der Volkshochschule Schaumburg, die die Sommeruni koordiniert, wie es zu diesem ersten Rintelner Berufsfindungstag kam. Im vergangenen Jahr sei vor allem der Bedarf nach mehr Informationen nicht nur zu einzelnen Studiengängen, sondern zu Ausbildungsmöglichkeiten da gewesen, erläutert Cordes.

Und da habe die Wirtschaftsförderung des Landkreises Schaumburg, die die Sommeruni mit unterstützt, vorgeschlagen, einen solchen Tag ins Leben zu rufen. Den gibt es bereits seit drei Jahren in Hameln – und die Erfahrungen damit seien immer äußerst positiv gewesen.

Der Berufsfindungstag ist eingeflochten in den Studienberatungstag am 5. August. Daran werden sich acht Universitäten, vier Fachhochschulen und heimische Akademien wie die niedersächsische Polizeiakademie sowie die Agentur für Arbeit beteiligen.

Insgesamt werden beim Berufsfindungstag neun Firmen beteiligt sein. Ziel, erläutert Dunja Cordes, sei es, Schülern die Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten der Unternehmen vorzustellen und deren Fragen zu beantworten. Zwischen Unternehmen und Schülern sollten „Kontakte auf kurzem Wege“ möglich sein, so Cordes, bei Informationsgesprächen soll eine „intime Atmosphäre“ entstehen können.

Was sich die Kreishandwerkerschaft Schaumburg von ihrer Teilnahme an dem Tag erhofft, erzählt Fritz Pape: „Wir stellen zunehmend fest, dass wir der Gruppe an jungen Leuten, die für uns interessant sind, eine echte Alternative zum Studium bieten können.“

Auf junge Leute zugehen – diese Devise verfolgt auch die BKK 24, die im letzten Jahr bei der Veranstaltung in Hameln erstmals dabei war. Als „eine wunderbare Gelegenheit, junge Leute kennenzulernen und zu ihnen Kontakte zu knüpfen“ beschreibt Jutta Eggers von der Krankenkasse solche Berufsfindungstage.

Auch für Informationen über den Beruf des Sozialversicherungsfachangestellten hinaus könne man den Schülern, „die oft noch nicht wissen, was sie nach der Schule machen wollen“, so Eggers, zur Seite stehen. Und so könne am Ende eines „Speed Datings“ mit vielen Informationen über Möglichkeiten in den Wunschberuf der Abschluss eines Ausbildungsvertrages stehen.

Das Engagement um Nachwuchs ist bei Hubert Stüken, weltweiter Zulieferer für Präzisions-Tiefziehtechnik, nicht neu, das Engagement im Rahmen der Sommeruni in diesem Jahr hingegen schon. „Wir wollen junge Leute mehr für technische Berufe interessieren“, sagt Geschäftsführer Hubert Schmidt. Und die Sommeruni sei eine Gelegenheit, dies zu tun.

„Der Wettbewerb um gute Köpfe wird immer größer“, sagt Schmidt, vor Jahren habe sich das bereits angekündigt, „jetzt spüren wir das“. Stüken bildet unter anderem zum Industriemechaniker und zum Industriekaufmann/-frau aus und bietet Plätze für ein duales Studium des Ingenieurs und Wirtschaftsingenieurs an.

Die vielen Schüler, die sich im Rahmen der Sommeruni vor allem über verschiedene Studiengänge informieren, macht den Berufsfindungstag auch für die Sparkasse Schaumburg interessant, wie Ausbildungsleiterin Doreen Kienzl sagt: In diesem Jahr zum Beispiel bietet die Sparkasse erstmals ein Traineeprogramm mit der Möglichkeit des Studienabschlusses „Bachelor of Science“ an.

Die Sommeruni sei außerdem eine regionale Veranstaltung, die die Sparkasse mit unterstütze. „Die Schüler wollen wir als einer der größten Ausbildungsbetriebe des Landkreises mit unserem Angebot ansprechen“, so Kienzl. 20 Ausbildungsplätze bietet die Sparkasse jährlich, im Durchschnitt hat die Bank 50 Trainees im Haus.
Das „Unternehmen bekannter machen“ will auch O-I Glasspack mit Sitz in der Rintelner Stoevesandtstraße – denn oftmals werde noch angenommen, dass die Glashütte unter dem Namen „Stoevesandt“ firmiere, sagt Mareike Buschmeier von O-I. Außerdem will das Unternehmen zeigen, welche Ausbildungsmöglichkeiten es anbietet.

Das sind vor allem technische Berufe, erzählt Buschmeier, Industriemechaniker und Verfahrensmechaniker zum Beispiel. Vier Ausbildungsplätze bietet O-I pro Jahr an.

• Termin: Der Berufsfindungstag findet am Freitag, 5. August, zwischen 9 und 13 Uhr in der Aula des Rintelner Gymnasiums Ernestinum, Paul-Erdniß Straße 1, statt.

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