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Wie in einer Jugendherberge

Rinteln Wie in einer Jugendherberge

Der Andrang von Flüchtlingen im Landkreis hält an, ab Januar soll die ehemalige Pestalozzischule und Orientierungsstufe im Kerschensteinerweg für etwa 47 von ihnen zur neuen Unterkunft werden.

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Die Pestalozzischule im Kerschensteinerweg soll noch in diesem Jahr für rund 160000 Euro zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden.

Quelle: tol

Rinteln. „Jugendherbergsniveau“ verspricht Kreisbaudezernent Fritz Klebe als Ergebnis der Umbauarbeiten, die im November und Dezember erledigt werden sollen. „Derzeit bereiten wir den Bauantrag an die Stadt Rinteln vor und hoffen noch in diesem Monat auf eine Genehmigung.“

 Im Kreissozialausschuss war die Idee kürzlich vorgestellt worden (wir berichteten), damals ging der Landkreis noch von 100000 Euro Investition in Rinteln aus. Nun kommen noch mal 60000 Euro für erforderliche Brandschutzmaßnahmen hinzu. Finanziell aber offenbar noch kein Problem, so Erster Kreisrat Klaus Heimann, denn im Haushalt des Landkreises stehen vorsorglich 250000 Euro für die Beschaffung von Wohnraum für Flüchtlinge. Das Geld ist noch längst nicht verbraucht, da viele der bisherigen Wohnraumbeschaffungen über die Kreiswohnungsbaugesellschaft liefen, die Räume vom Landkreis dann nur angemietet wurden.

 Umgebaut wird nur im dreiflügeligen Schulgebäude selbst. Die Sporthalle bleibt ebenso frei für Vereinsnutzungen wie die bereits dem Nabu Rinteln überlassenen Räume für dessen Geschäftsstelle, versicherte Heimann.

 Die Handwerker werden in einem Klassenraum eine Großküche mit drei Küchenzeilen unterbringen. Dieser Raum soll auch mit Esstischen bestückt werden, aber den Bewohnern wird auch das Essen in den Unterkunftsräumen erlaubt sein, so Klebe. Für diese Unterkünfte werden Leichtbauwände in die etwa 62 Quadratmeter großen Klassenräume gezogen, sodass jeweils zwei Zimmer und ein Vorflur entstehen. Pro Zimmer sollen ein bis zwei Flüchtlinge untergebracht werden, Familien können bei Bedarf zwei Räume oder mehr bekommen. Die Sanitäranlagen im Erdgeschoss sollen kontrolliert, angepasst und saniert werden. Gemeinschaftsduschen, getrennt für Männer und Frauen, kommen in direkt angrenzende Räume, um vorhandene Wasserleitungen nutzen zu können.

 Während Rinteln bei einer Quote von 0,78 Prozent Flüchtlingsanteil an der Bevölkerung (Stand 2. Oktober) bisher schon auf Platz drei im Landkreis hinter Bückeburg (0,94) und Stadthagen (0,91) liegt und 2015 wohl bald den Spitzenrang übernehmen könnte, müssen sich andere Kommunen auf Lösungen wie Wohncontainer gefasst machen, wenn es wie bisher nicht gelingt, ausreichend Wohnraum für Flüchtlinge zu beschaffen. „Rinteln wird keine Container bekommen“, versicherte Heimann. In Stadthagen habe der Landkreis gerade über die Kreiswohnungsbaugesellschaft wieder ein Vier-Familien-Haus belegen können. „Wir rechnen diese Quoten aus, um mittelfristig zu einer gleichmäßigen Anpassung der Flüchtlingsanteile im Landkreis zu kommen.“ dil

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