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Wie soll es mit Rintelns Altstadt weitergehen?

Rinteln / Arbeitskreis Denkmalschutz Wie soll es mit Rintelns Altstadt weitergehen?

Gutachten zur Entwicklung der Stadt Rinteln gibt es schon genug, aber immer widmen sie sich Einzelaspekten wie Verkehr, Einzelhandel und Wohnen angesichts des demografischen Wandels. Diese Aspekte und den Denkmalschutz unter einen Hut zu bringen und daraus ein Stadtentwicklungskonzept bis 2020 unter Bürgerbeteiligung anzustoßen, hat sich jetzt der Arbeitskreis Denkmalschutz vorgenommen.

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Friederike Kästing und Werner Zimmermann zeigen die drei der Stadt vorliegenden Gutachten, zu denen bald noch eine Dokumentation über Bürgerwünsche und -anregungen hinzukommen soll. © dil

Rinteln (dil). Er lädt zu einer Bürger-Mitmach-Veranstaltung am Donnerstag, 13. Oktober, um 19 Uhr in den großen Sitzungssaal des Rathauses, Klosterstraße 20, ein.

„Stadtentwicklung im Dialog – wie soll es mit unserer historischen Altstadt weitergehen?“ Unter diesem Motto will der Arbeitskreis das schon vorhandene Gutachterwissen mit Ideen und Wünschen der Bürger verschmelzen. Immerhin hat die CIMA Stadtmarketing aus Lübeck schon 2007 ein Einzelhandelsgutachten vorgelegt, das Pestel-Institut aus Hannover 2006 ein Stadtentwicklungskonzept mit Schwerpunkt Wohnen sowie die PGV Planungsgesellschaft aus Hannover noch früher ein Verkehrskonzept.

In 15-minütigen Referaten sollen Carita Pech (CIMA), Dieter Behrendt (Pestel) und Rainer Dargel (PGV) ihre Erkenntnisse noch einmal auf den Punkt bringen und sagen, worauf es in Rinteln ankommt. Baudezernent Reinhold Koch übernimmt diesen Part für das Thema Denkmalschutz.

Moderiert wird der Abend nach der Begrüßung durch den AK-Vorsitzenden Dr. Alexander Lattermann von David R. Froessler von Urban Research & Consultancy in Düsseldorf, ein Experte für solche Entwicklungsprozesse mit Erfahrung aus anderen Städten.

Von 20.15 bis 20.45 Uhr soll es Diskussion, Fragen und Anregungen aus dem Plenum geben. Ab 20.45 Uhr stehen Entwicklungen und Sammeln von Ideen, Vorschlägen und Empfehlungen zu den einzelnen Themenfeldern an Stellwänden in vier Mitmach-Ecken an. Diese Aktionen werden von den jeweiligen Experten betreut.
Nach der Veranstaltung werden mithilfe der von den Teilnehmern bearbeiteten „Mitmachkarten“ alle gesammelten Beiträge vom Büro des Moderators ausgewertet und dokumentiert.

Zusätzlich soll eine Adressenübersicht der Teilnehmer erstellt werden, die daran interessiert sind, in Arbeitsgruppen weiter mitzuarbeiten oder weiter informiert zu werden. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Stadt Rinteln, der Sparkasse Schaumburg, Pro Rinteln und der Schaumburger Landschaft.

Pressesprecher Werner Zimmermann und Schriftführerin Friederike Kästing vom Arbeitskreis Denkmalschutz haben gestern das Konzept vorgestellt. Ihnen geht es besonders darum, dass die Bürger bei der Stadtentwicklung stärker einbezogen werden. „Es muss Akzeptanz hergestellt und auch etwas umgesetzt werden“, erklärt Zimmermann. Erhofft wird, Rahmen und Perspektiven für ein Leitbild 2020 für die Altstadt abstecken zu können. „Gerade der Denkmalschutz darf beim Leitbild nicht isoliert betrachtet werden“, sagt Kästing.

Noch in diesem Jahr soll Froessler die Dokumentation der Veranstaltung vorlegen, die der Arbeitskreis dann der Stadt übergeben will. Der Arbeitskreis hofft, dass diese dann in den politischen Beratungsprozess aufgenommen wird, da ja jetzt vor der Wahl einige Parteien bereits ein Stadtentwicklungskonzept fordern. „Wir haben den Termin aber bewusst erst nach der Kommunalwahl gelegt, damit das Thema nicht in den Wahlkampf kommt“, sagt Zimmermann. „Das Ziel ist hoch, aber der Versuch lohnt sich.“

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