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„Wie vom Zehnmeterbrett auf Beton“

Rinteln / Präventionsaktion an Rintelner Schulen „Wie vom Zehnmeterbrett auf Beton“

Alkohol ist im Leben vieler Jugendlicher bereits alltäglich. Nicht unbedingt, weil sie selbst trinken, aber Alkohol ist in der Öffentlichkeit präsent.

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Auf dem Weg zur Schule kommen die Kinder er immer mal wieder an den Überresten von Alkoholkonsum der Vortage vorbei.

Quelle: tol

Rinteln. Seien es gut gefüllte Regale in Supermärkten, der Konsum der eigenen Eltern oder die Überreste diverser Besäufnisse, die sich immer wieder an der Bushaltestelle vor der Oberschule finden. Zwar sehen die Schulleiter in ihrem Haus noch keine dramatischen Auswüchse, aber auf das Angebot eines Info-Tages greifen sie trotzdem gerne zurück – Prävention.

 Ausgerüstet mit einer Torkel- oder Rauschbrille wird den Schülern demonstriert, wie sich Alkohol auf Kopf und Körper auswirkt – auch an den Berufsbildenden Schulen Rinteln (BBS). Deren Leiter Herbert Habenicht hat sich mal daran versucht. „Plötzlich ist die Koordination weg“, sagt er. Nicht nur der klassische Tunnelblick wird simuliert, sondern auch die damit einhergehenden Gleichgewichtsprobleme.

 Außer dem Dauerbrenner Alkohol sind auch andere Drogen Thema. „Das Kiffen entwickelt sich zur Ersatzdroge für Alkohol“, berichtet Habenicht. Die 0,0-Promille-Regel bei Führerscheinanfängern werde seiner Erfahrung nach zwar eingehalten, bei einigen herrsche aber die Meinung vor, durch das Kiffen nicht eingeschränkt zu werden. Eine Fehleinschätzung, wie an diesem Tag immer wieder betont wird.

 Wie lange der Bremsweg, und wie langsam die Reaktionszeit schon im nüchternen Zustand ist, erlebten die Schüler dann beim Reaktionstest. Bei Auftauchen eines Bären auf der Straße muss auf das Bremspedal gestiegen werden. „Die Mädchen schneiden heute deutlich besser ab als die Jungen“, erzählt Britta Nolting von der AOK. Immer wieder komme es auch vor, dass sie Schüler nach dem Sehtest zum Augenarzt schicke. „Junge Leute sind ja eitel“, meint sie, „aber wenn es ihnen jemand anders als ihre Eltern sagt, dann wirkt das auch.“

 Wie gravierend die Folgen eines Unfalls sein können, erklärte der Polizeibeamte Michael Elbing den Schülern. „Wer von Euch springt vom Zehnmeterbrett?“, wollte er wissen. Einige Hände gingen nach oben. „Und wer springt vom Zehnmeterbrett auf Beton?“ Fragende Gesichter. „Dabei entsteht die gleiche Kraft, wie bei einem Unfall mit 50 Stundenkilometer. „Krass“, fanden die Schüler. Und bei 100 Stundenkilometer springt man bereits von einem Kirchturm.

 Auch der Drogenproblematik nimmt sich die Oberschule vorbeugend an. Schulleiter Torsten Rudolf: „Am 19. und 20. November haben wir die Eltern in den Standort Ostertorstraße eingeladen.“ Die Polizei kommt dann mit einem Drogenkoffer, um die Eltern aufzuklären, was so verkauft wird.jak

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