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Wiedersehen mit den Stars von damals

Rinteln Wiedersehen mit den Stars von damals

Ein Wiedersehen mit Film- und Schlagerstars der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit, mit Berühmtheiten aus Politik, Musik, Literatur und Wissenschaft gibt es vom kommenden Sonnabend an in der Eulenburg.

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Rinteln. „Kaiser, Kanzler, Künstler – Prominente Gäste im Schaumburger Land“ hat Museumsleiter Stefan Meyer seine neue Ausstellung überschrieben. In dieser zeigt das Museum Rinteln von der knallbunten Autogrammkarte im Gästebuch der Arensburg (einst Deutschlands schönste Autobahnraststätte und beliebter Übernachtungszwischenstopp) bis hin zu Einträgen in die Goldenen Bücher der Städte Rinteln, Bückeburg, Obernkirchen und Stadthagen alles, was Meyer an mal illustren, mal banalen Hinterlassenschaften beliebter (oder längst vergessener) Promis zusammentragen konnte.

„Auf die Idee gekommen bin ich bei den Recherchen zum Schloss Arensburg. Dabei fiel mir das 1951 angefangene Gästebuch in die Hände, das mir die Familie Beuthan freundlicherweise ausgeliehen hat“, erzählte Meyer, der am Mittwoch zusammen mit Helge Heinke-Nülle und Beate Barenthin damit beschäftigt war, all die Konterfeis von Menschen, die einst für Schlagzeilen gesorgt hatten, zu sortieren, zu rahmen und an die Wand zu hängen. Bekannte Namen wie Hildegard Knef, Ernst Reuter, Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler sind ebenso unter ihnen wie internationale Stars, etwa Louis Armstrong, Gilbert Bécaud und Pelé. Auf 25 großformatigen Texttafeln werden diese im Museum präsentiert.

Um den Besuchern Gelegenheit zu geben, via Smartphone ihr Wissen über Schaumburg-Besucher oder Gäste auf der Durchreise wie Hans-Joachim Kulenkampff, Conny Froboess, Heidi Kabel, Willy Brandt oder Helmut Schmidt an Ort und Stelle zu vertiefen, hat Meyer einen QR-Code auf den Schautafeln platziert. Die „Goldenen Bücher“ der Städte werden ergänzt durch private Gästebücher derer von Ditfurth (Gut Dankersen), derer von Münchhausen (Apelern) und vom Wilhelmstein im Steinhuder Meer. „Letzteres, beginnend im Jahr 1767, hatte zunächst als Nachweis gedient, wer in welchem Jahr die militärtechnisch zum Teil geheime Anlage zu sehen bekommen hatte“, erläuterte Meyer. Bundeskanzler Helmut Schmidt war übrigens am 1. Oktober 1977 anlässlich des „Schaumburger Treffens“ der SPD zu Gast in Rinteln. Wie ein Zeitzeuge, Redakteur Hans Weimann, sich erinnert, wies „Schmidt Schnauze“ seine Bodyguards, die die Journalisten zurückdrängen wollten, lachend an, „die doch mal ihre Arbeit machen zu lassen“. Der guten Stube von Rinteln bescheinigte der Kanzler: „So einen schönen Marktplatz haben wir in Hamburg nicht.“

Was Louis Armstrong einst ins Schaumburger Land verschlug, das verrät Meyer vielleicht bei der Ausstellungseröffnung am Freitag ab 18 Uhr in der Eulenburg. jan

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