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Winterfütterung mit Sachverstand

Rinteln / Nabu Winterfütterung mit Sachverstand

Zur Winterzeit gehören Plätzchen – die Mitglieder der Rintelner Naturschutzjugend (Naju) im Nabu bereiteten sich mit ihren Plätzchenformen jedoch etwas anders als gewöhnlich auf die winterliche Zeit vor: Sie haben die letzten Vorkehrungen für die Winterfütterung getroffen und allerhand Formen und Tontöpfe mit Vogelfutter gefüllt, um heimischen Singvögeln über den Winter zu helfen.

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Junge Naturschützer bereiten Winterfutter für die Vogelwelt vor.

Quelle: pr.

Rinteln (r). Eine Mischung aus Rindertalg, Sonnenblumen, Erdnüssen und Rosinen genügt, um den Singvögeln ein reichhaltiges Mahl zu bereiten. In kurzer Zeit wurde eine Vielzahl an adventlichen Leckereien für Blaumeise, Amsel & Co. gezaubert, die von den Kindern im Garten aufge-hängt werden.

 „Damit geht die Naju mit gutem Beispiel voran und ruft zu einer ‚Winterfütterung mit Sachverstand‘ auf“, sagt Nick Büscher, Vorsitzender der Rintelner Naturschützer. „Das Füttern von Vögeln zur Winterzeit hat nicht nur in Deutschland eine lange Tradition.“ Der Nabu-Ortsverband empfiehlt die Winterfütterung als einmaliges Naturerlebnis und zur Umweltbildung: „Nur, wer einen Bezug zur Natur herstellen kann, wird sich für ihren Erhalt einsetzen. Daher ist die Winterfütterung auch aus pädagogischer Sicht sehr wertvoll. Außerdem haben so besonders Kinder und ältere Menschen die Möglichkeit, durch Vogelbeobachtung Freude und Verständnis für die Tierwelt zu entwickeln“, wie Büscher erläutert.

 Der Nabu sagt, worauf zu achten ist, um den Nutzen für die Vögel zu sichern und Freude an der Vogelfütterung zu haben: Grundsätzlich sollten keine Massenfutterplätze eingerichtet werden, da sie für die Tiere leicht zu Infektionsquellen werden könnten. Mehrere kleine Futterplätze seien geeigneter: Für alle Meisenarten eigneten sich sogenannte Futtertrichter am besten, in denen das Futter nachrutschen könne und vor Verschmutzung und Regen geschützt sei. Futterhäuser sind gut geeignet für Amsel, Rotkehlchen, Schwanzmeise, Grünfink, Zeisig, Spatz und Dompfaff. „Wichtig ist, dass das Futterhaus regelmäßig gereinigt wird, am besten mit warmem Wasser, aber ohne Chemikalien“, erklärt Büscher.

 Als Basisfutter, das im Zweifel von fast allen Arten gefressen wird, eignen sich Sonnenblumenkerne. Bei ungeschälten Kernen fällt zwar mehr Abfall an, dafür verweilen die Vögel aber länger an ihrer Futterstelle. Freiland-Futtermischungen enthalten zusätzlich andere Samen unterschiedlicher Größe, die von unterschiedlichen Arten bevorzugt werden.

 Die häufigsten Körnerfresser an ihrer Futterstelle sind Meisen, Finken und Sperlinge. In wintermilden Gegenden überwintern daneben auch Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Amseln, Wacholderdrosseln oder Zaunkönig. Für sie kann man Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie anbieten. Dabei muss man jedoch darauf achten, dass dieses Futter nicht verdirbt.

 Und auch bei der Naturschutzjugend ist man schon ganz gespannt darauf, welche gefiederten Gäste sich am heimischen Platz zur Winterfütterung einfinden werden.

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