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Winzlinge werfen Beine in den Himmel

Kinderkarneval in Rinteln Winzlinge werfen Beine in den Himmel

Wie eigentlich überstehen die Kleinen fast drei Stunden lang das kunterbunte Spektakel des Kinderkarnevals im Rintelner Brückentorsaal? Die Aufregung zuvor beim Verkleiden, die 200 anderen Gäste im Saal, die ungeheuer laute Musik, dazu große Mädchen, die auf der Bühne tanzen, wo erwachsene Männer mit verrückten Kappen ununterbrochen Beifall klatschen und Bonbons in die Menge werfen, nicht zu vergessen der aufgedrehte Kinderliedersänger, der die Tunnel-Polonaise anführt.

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Winzlinge werfen in Einzelnummern die Beine fast in den Himmel.

Rinteln. Es ist schon beeindruckend – und die Organisatoren vom Rintelner Carnevalsvereins sind auch spürbar stolz darauf –, wie begeistert die Rintelner und Schaumburger Familien sich auf das karnevalistische Treiben einlassen. Auch ganz ohne Programm könnte man genug Spaß haben allein dabei, die vielen phantastischen Verkleidungen zu bestaunen. Nichts da mit nur einem Hütchen auf dem Kopf oder rot angemalten Bäckchen, wie es manchmal bei norddeutschen Versuchen, den Karneval zu importieren, üblich ist. Nein, fast durchweg haben sich die Kindergarten- und Grundschulkinder wunderbar in Schale geworfen.

 Da sind die täuschend echt aussehende kleine Harry-Potter-Hermine und ein Dreijähriger im muskelauftragenden, knallgrünen Hulk-Monster-Kostüm; ein Mädchen, von Kopf bis Fuß in weiße Binden gewickelt, streift als Mumie durch den Saal und trifft dabei auf Vampire, entzückende Prinzessinnen, Pippi Langstrumpf, Tiger-Lilly und sogar auf die traditionellen Cowboys und Indianer. Wenn sich der ganze Klüngel vor der Bühne drängt, um zu klatschen, zu singen und zu tanzen, könnte man meinen, man sei irgendwo in Köln oder Düsseldorf.

 Zu diesem Eindruck passt, dass man den Kinder-Garden aus Kalldorf nur den allerhöchsten Respekt zollen kann. Unglaublich, was die Mädchen da lächelnd an Show- und Gardetanz auf die Bühne bringen, in perfektem Einklang und mit artistischen Einlagen, bei denen der Spagat eine lässige Selbstverständlichkeit zu sein scheint. Trainerin Steffi Fromme und ihre Mitarbeiterinnen haben nicht nur ein gutes Händchen bei der Entdeckung kleiner Tanz-Talente, sondern offenbar auch selbst so viel Leidenschaft, dass sich diese auf die Funken-Mädchen überträgt. Selbst Winzlinge werfen in Einzelnummern die Beine fast in den Himmel.

 Aus Hessisch Oldendorf waren die „Lollipops“ zu Gast, die Mini-Garde von „Hannes Dance Company“, die, als Teufelchen verkleidet, schon ungeduldig durch den Saal gehuscht waren, bis sie endlich auch offiziell einmarschieren und ihr Können auf der Bühne zeigen durften.

 Natürlich trägt auch der wackere Elferrat samt Dreigestirn durch seine unermüdliche Präsenz auf der Bühne zur guten Stimmung bei, an diesem Tag, anders als beim Seniorenkarneval tags zuvor, Mineralwasser trinkend statt des guten Rheinweins. Das hindert einzelne Elfer nicht daran, sich für die „Klosterelfen“ in absurde Kostüme zu werfen, als überdimensional dicke Engelchen, die sich munter unter die Kinderschar mischen. „Ach, drunter sehen sie eigentlich auch nicht anders aus“, meinte allerdings Sitzungspräsident Friedrich-Wilhelm Rauch auf seine trockene Art.

 Auch wer zu keiner Garde-Truppe gehört, hat die Chance auf ein bisschen Rampenlicht, an der Seite des Kinderliedersängers Rainer Niersmann, der immer wieder einzelne Kinder zu sich auf die Bühne holt, wenn ihre Kostüme zu seinen Quatsch-Liedern passen, die er teils als quirliger Clown, teils als energiegeladener Zirkusdirektor aus voller Kehle schmettert und so sein Publikum mitzieht in den Karnevalsog.

 

 Ringsum sorgen indessen unzählige Helfer für den reibungslosen Ablauf des Geschehens, etwa beim Getränke- und Kuchenverkauf, beim Kinderschminken mit Silvia Bräuer, an der Garderobe, in der Musiktechnik, und schließlich die tapferen Aufräumer, die nach dem großen Finale unter anderem kiloweise Konfetti einzusammeln haben. Der Rintelner Carnevalsverein macht übrigens Werbung für seine neue Tanzgarde. Sicher bedrängt manches kleine Mädchen jetzt seine Eltern, doch bitte die Nummer (05722) 90211 anzurufen, damit sie auch in so einer tollen Gruppe mitmachen können.

cok

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