Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
„Wir wollen jeden“

Dreharbeiten in Rinteln „Wir wollen jeden“

„Ich freue mich jedes Mal, wenn der Urlaub vorbei ist und ich wieder arbeiten kann.“ Dieser Satz beschreibt die Leidenschaft fürs Filmemachen von Anca Miruna Lazarescu recht gut. Für ihr neuestes Projekt zieht es Lazarescu nach Rinteln: „Glück ist was für Weicheier“ heißt ihr zweiter Kinofilm.

Voriger Artikel
Stoßstange zerkratzt
Nächster Artikel
Inklusion überfordert Schulen

Anca Miruna Lazarescu (Mitte) und ihr Team bereiten die Dreharbeiten in Rinteln vor.

Quelle: PR.

RINTELN. „So ein Film macht enorm viel Arbeit. Da kommen auch an einem Sonntag mal schnell 13 Stunden zusammen. Aber es macht auch einfach so viel Freude.“ Nun dreht die Regisseurin in Rinteln. Die in Rumänien geborene Filmemacherin lebte ab ihrem elften Lebensjahr zusammen mit ihren Eltern in Bad Pyrmont und studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, die sie im Jahr 2011 mit einem Diplom verließ. Ihre Abschlussarbeit mit dem Titel „Silent River“ wurde nach dessen Veröffentlichung auf mehr als 300 Festivals gezeigt und mit über 82 nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Bis heute zählt „Silent River“ zu den am häufigsten ausgezeichneten Kurzfilmen aller Zeiten.

Der Film soll 2018 erscheinen?

Für ihr neuestes Projekt zieht es Lazarescu nun auch nach Rinteln. „Glück ist was für Weicheier“ heißt ihr zweiter Kinofilm und soll 2018 erscheinen. „Wir versuchen, mit dem Film den Charme des Lebens in der Provinz aufzufangen“, beschreibt Lazarescu die grobe Stoßrichtung der Tragikomödie. „Glück ist was für Weicheier“ erzählt die Geschichte eines zwölfjährigen Mädchens, das wegen ihres jungenhaften Auftretens in der Schule gemobbt und von ihrem Schwarm übersehen wird. Nur ihre ältere Schwester hält zu ihr. Doch diese ist sterbenskrank und kann am gesellschaftlichen Leben nicht mehr teilnehmen. Um ihr zu helfen, schmiedet das junge Mädchen einen außergewöhnlichen und riskanten Plan, der ihr gleichzeitig auch zu mehr Anerkennung in der Schule verhelfen soll.

„Der Film ist für mich ein wahres Herzensprojekt“, erzählt Lazarescu beim Gespräch mit unserer Zeitung. „Bei manchen Szenen werden Erinnerungen an die eigene Kindheit geweckt.“ Die Wahl von Rinteln und Bad Salzuflen als die zwei Hauptdrehorte fiel dabei aus vielerlei Gründen. „In das Rintelner Hallenbad haben wir uns sofort verliebt. Es präsentiert genau den Charme einer Kleinstadt, den wir mit unserem Film transportieren wollen.“ Außer dem Hallenbad sind das Gymnasium Ernestinum und auch einige Straßen als Drehorte in der Weserstadt vorgesehen.

„Da wir hier drehen, wollen wir auch gern die Bewohner von Rinteln in unsere Arbeit mit einbeziehen und befinden uns momentan auf der Suche nach Komparsen für verschiedenste Szenen.“ Das nächste Casting findet am Mittwoch in der Zeit von 15 Uhr bis 20 Uhr in der Cafeteria des Hallenbades an der Paul-Erdniß-Straße statt.

Schwangere Frauen und Rollerblader gesucht

„Jeder darf sich angesprochen fühlen. Wir suchen Menschen jedes Aussehens und jeder Altersstufe. Wir wollen jeden.“ Für zwei spezielle Szenen sei man aber insbesondere auf der Suche nach schwangeren Frauen und nach Rollerbladern. „In einer Szene im Hallenbad zeigen wir Frauen, die zusammen mit ihren Partnern Gymnastikübungen machen, und in einer anderen brauchen wir Inline-Fahrer jedes Alters“, erklärt Lazarescu die etwas ungewöhnliche Suche. Die Idee hinter „Glück ist was für Weicheier“ stammt von der Autorin Silvia Wolkan. Lazarescu und sie lernten sich während des Studiums in München kennen. „Als ich die Geschichte das erste Mal las, hab ich mich sofort in die Charaktere und die einzigartige Geschichte verliebt“, erinnert sich Lazarescu.

Dementsprechend groß ist die Freude darüber, dass es nach fast sechsjähriger Vorarbeit jetzt endlich losgehen kann. „Wir freuen uns auf jeden, der kommt und versprechen, dass alle großen Spaß haben werden.“ lb

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr