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Wird das Schwimmengehen bald teurer?

Rinteln / Hallenbad Wird das Schwimmengehen bald teurer?

Der Besuch im Rintelner Hallenbad könnte für Badegäste in Zukunft etwas teurer werden: Der Landkreis Schaumburg plant für das kreiseigene Bad am Schulzentrum eine Erhöhung der Nutzungsgebühren.

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Um wirtschaftlich rentabel zu sein, müsste das Hallenbad eigentlich einen Eintritt von zehn Euro verlangen.

Quelle: tol

Rinteln (ll). Das Hallenbad in Rinteln ist – ebenso wie das zweite kreiseigene Schwimmbad in Bad Nenndorf – ein erhebliches Zuschussgeschäft für die öffentliche Hand. Seit Mitte der neunziger Jahre werden die kreiseigenen Bäder in Rinteln und Bad Nenndorf als Betriebe gewerblicher Art und damit unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt. Seit Jahren aber schon erwirtschaftet das Rintelner Bad ein jährliches Defizit von rund einer halben Million Euro. Nicht anders sieht es in Bad Nenndorf aus. Die jährlichen Fehlbeträge gleicht der Landkreis aus, über die Kreisumlage ist auch die Stadt Rinteln am Defizit des Rintelner Bades beteiligt.

 Problem: Sollte das Hallenbad in Rinteln wirtschaftlich rentabel arbeiten, läge der Eintritt für Badegäste bei rund zehn Euro. Ein Preis, für den wohl die wenigsten Schwimmer ihre Runden weiter ziehen würden. Durch den bezuschussten Betrieb des Hallenbades sind es immerhin rund 80000 Badegäste, die sich jährlich im Rintelner Bad vergnügen. Darunter fallen auch etwa 20000 Schüler pro Jahr durch das Schulschwimmen.

 Das Rintelner Hallenbad wurde 1978 gebaut. Das Hallenbad war zu dieser Zeit sogar als Wellenbad geplant, doch funktionierte damals die Wellentechnik nicht. Der Landkreis entschied, das Bad ohne Wellen zu eröffnen. Das ist bis heute so geblieben. Vermisst hat die Wellentechnik wohl niemand. Bis heute so geblieben ist allerdings auch der bauliche Zustand des Hallenbades am Schulzentrum – und dieser entwickelt sich angesichts immer weiter steigender Energiekosten zu einem wachsenden Kostenfresser. Während das ebenfalls hoch defizitäre Schwimmbad in Bad Nenndorf im vergangenen und vorvergangenen Jahr in Teilen saniert worden ist, stehen in Rinteln keine größeren Sanierungsmaßnahmen an.

 Zwar bestätigt Kreisbaudezernent Fritz Klebe, dass sich das Rintelner Bad noch „im Ursprungszustand“ befinde und ein Grundsanierungsbedarf bestehe, für das Jahr 2012 seien aber keine Hallenbad-Investitionen im Kreishaushalt vorgesehen.

 Kreispolitik und -verwaltung planen nun, durch die Erhöhung der Nutzungsgebühren zumindest die jährlichen operativen Defizite sowohl des Rintelner als auch des Bad Nenndorfer Hallenbads zu deckeln. Der Schaumburger Kreistag hat die „Anpassung der Entgeltordnung“ schon am morgigen Dienstag um 16 Uhr im Stadthäger Kreishaus als ein Thema auf der Tagesordnung.

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