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Wissen statt Essen

Neubau der Steuerakademie in Rinteln Wissen statt Essen

Der Staat braucht Geld, Steuerschlupflöcher werden geschlossen und die Kontrollen verschärft. Zudem muss ein Generationswechsel in den Finanzämtern bewältigt werden.

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Unter der „verlorenen Schalung“ in einem Küchenbereich, der zum Hörsaal werden soll: Karsten Pilz, Leiter der Steuerakademie Niedersachsen in Rinten (links), und sein Kollege Heiko Monden.

Quelle: dil

Rinteln. Dafür braucht es neues Personal in den Behörden, und für Niedersachsen wird dieses an der Steuerakademie in Rinteln ausgebildet. Diese ist im Moment auf Wachstum ausgerichtet: Ab Sommer 2016 studieren am Wilhelm-Busch-Weg 500 junge Leute für den gehobenen Dienst, und dafür sind drei neue Hörsäle im Bau.

 Niedersachsen lässt sich den Umbau 1,3 Millionen Euro kosten und hat Glück, dass im Gebäude ausreichend Raumreserven vorhanden sind. Akademieleiter Karsten Pilz: „Die alte Mensa hatten wir zum größten Teil schon zur Aula umgewandelt, nun ist die seit Jahren leer stehende Großküche dran.“ Heiko Monden erklärt, was kommt: „Hier bleibt kaum eine Mauer stehen. Wir schaffen so in ehemaligen Küchen-, Kühl-, Büro- und Sozialräumen einen Lehrsaal mit 80 Quadratmetern, einen mit 75 und einen mit 65 Quadratmetern, alle modern ausgestattet.“

 Beim Abhängen der Küchendecke stieß man auf eine sogenannte „verlorene Schalung“ aus der Zeit, als darüber die Betondecke gegossen, auf der das flache Satteldach bis heute thront. Was aussieht wie Deckenkunst, wird aber wieder mit Deckenplatten geschlossen. Das ausgebaute Material, voraussichtlich kein Asbest darunter, wir noch untersucht.

 „Der Zeitdruck ist groß, im August kommen die neuen Studenten, dann muss alles perfekt sein“, erklärt Pilz. „Es wird bei laufendem Schulbetrieb gearbeitet. Nur wenn Klausuren geschrieben werden oder Prüfungen anstehen, darf es keinen Baulärm geben.“ Winterferien, in denen der Ausbau schneller und ungestört vorangetrieben werden könnte, gibt es nicht. Die Steuerakademie schließt nur über Weihnachten und Neujahr.

 Ärger mit der neuen Nachbarschaft in der Prince Rupert School gibt es übrigens nicht. Wegen der Bautätigkeit schießen nur Spekulationen ins Kraut. Monden: „Ich wurde schon mehrmals gefragt, ob wir umbauen, um Platz für Flüchtlinge zu schaffen.“

 Die noch teilweise mit weißen Platten versehene Fassade dieses Gebäudeteils aus den siebziger Jahren soll durch größere Fenster und neue Verkleidungen nicht nur energetisch saniert, sondern dem übrigen modernisierten Gebäude auch optisch angeglichen werden. Und die jetzt wegen des Umbaus geschlossene Cafeteria soll wieder in Betrieb gehen und dazu an einen privaten Betreiber verpachtet werden, so Pilz. dil

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