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Wochenmarkt blüht auf

Rinteln: Nicht nur der Spargel lockt Wochenmarkt blüht auf

Frischer Wind beim Wochenmarkt: Ein neuer Stand mit selbst gemachten Seifen ist sonnabends bereits da, mit anderen möglichen Standbetreibern (zum Beispiel Wildfleisch, Besen und Bürsten) wird verhandelt.

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eu auf dem Wochenmarkt: Bettina Dukomé (rechts) bietet englische Design- und Duftseifen an, scheibchenweise vom großen Block und einzeln in vielen Formen und Farben.

Quelle: dil

Rinteln. Allerdings gab es auch schon einen kleinen Rückschlag: Die Verkäuferin von polnischen Fleisch- und Wurstwaren hat nach mehreren Versuchen am Dienstag und Sonnabend wieder aufgegeben. In Rinteln decken die Freunde dieser Spezialitäten ihren Bedarf wohl lieber bei einem ansässigen Fachgeschäft. Doch damit sind noch nicht alle Trümpfe ausgespielt, wie Marktmeister Daniel Jakschik verrät. Am Sonnabend war der Markt bei Superwetter auch gut gefüllt.

 Die Werbung für den Wochenmarkt, der vorerst weiter dienstags und sonnabends geöffnet haben soll, wird verbessert. „Wir haben schon ein neues Logo erstellen lassen und neue grüne Stofftaschen mit dem Logo-Aufdruck bestellt“, erklärt Jakschik. „Diese Taschen werden im Juni auch von Bürgermeister Thomas Priemer selbst verteilt. Außerdem entwickeln wir neue Werbetafeln.“

 Mit Aktionen soll der Wochenmarkt belebt werden. Die Tomatentauschbörse vor Kurzem war da nur ein Anfang. „Wir haben inzwischen einen Aktionsstand mit dem Logo des Wochenmarktes auf einer drei Meter breiten Plane an der Rückwand bestellt“, erläutert Jakschik. „Darauf könnten wir immer wieder Sonderaktionen starten, da könnte zum Beispiel mal der Imkerverein präsentieren. Einmal im Monat wäre so eine Aktion schon sinnvoll.“

 Spüren die Marktbesucher und -beschicker bereits Veränderungen? Hartmut Hakenbeck aus Hessisch Oldendorf (Backwaren) freut sich über die bisherige Belebung und zeigt auf den großen Obst- und Gemüsestand an der Nordseite der Kirche: „Früher hatten wir da einen schlechter sortierten Anbieter, der mal kam, mal nicht. Wer auf den Wochenmarkt geht, will doch aber Obst und Gemüse. Der jetzige Stand kam im November, seither geht es aufwärts.“ Hakenbeck selbst kann über Andrang auch nicht klagen: „Der Kunde kommt doch auf den Markt auch, um Geschichten zu erzählen und zu hören. Bei mir gibt es das. Das Einkaufen ist doch oft nur das Alibi für den Marktbesuch.“

 Während am großen Gemüsestand die Kunden neben der Spargelschälmaschine noch Schlange stehen, ist Jan Peters (Bad Nenndorf) direkt gegenüber mit seinen Erdbeeren und Spargel schon um 11.30 Uhr ausverkauft: „Ich bin auf Saisonware spezialisiert, hatte mein Angebot diesmal schon verdoppelt. Ich bin seit acht Jahren hier, und es wird immer besser. Altersmäßig ist das Publikum hier auch viel besser gemischt als auf manchen anderen Wochenmärkten.“

 „Es wird eng, wenn noch mehr Stände kommen, und wer will schon vor oder hinter die Kirche?“, fragt sich Erika Tebbe-Möller aus Porta Westfalica (Fleisch, Wurst, Eier). Ihr gegenüber sind einige leere Meter mit einer Info-Tafel der Bürgerinitiative gegen die Güterbahntrasse bestückt. „Da könnte natürlich gut noch ein Stand hin.“ Vielleicht der Aktionsstand der Stadt?

 Kundin Ehrentraud Lücke aus Silixen ist mit dem Wochenmarkt zufrieden: „Ich komme sporadisch, aber jetzt immer öfter.“ Nina Weißer aus Rinteln kommt ebenfalls gern: „Ich steuere meine bewährten Stände an, freue mich aber immer auch über etwas Neues.“

 Etwas Neues ist der Stand von Bettina Dukomé hinter dem Bürgerhaus. Vor vier Jahren machte sich die gebürtige Wuppertalerin mit ihrem Mann in Varenholz selbstständig: Alte Möbel auf „Shabby Chic“ trimmen und anbieten, Duftseifen aus England vom Mehrkiloblock scheibchenweise verkaufen, das ist ihr Geschäft. „Diese Seifen habe ich mal in Dresden gesehen, dann im Internet einen Lieferanten gefunden, und jetzt verkaufe ich selbst“, sagt Dukomé lachend. Zimt mit Pflanzenöl, Ingwer-Limette, Joghurt-Creme, Holunder-Apfel, Honig-Milch, die Auswahl ist groß. Mal duftet es männlich, mal weiblich. Und wer drei Stück kauft, bekommt eine duftende Seifenblubberkugel dazu, damit die heimische Wanne zum Whirlpool wird. Der Stand ist hübsch gestaltet, lockt Neugierige. Sogar Accessoires wie ein bemalter Lederkoffer aus der Vorkriegszeit werden verkauft. Dukomé würde am liebsten ein festes Ladengeschäft in Rinteln eröffnen. „1a-Lage, aber nicht zu teuer“, meint sie. Aber das wird nicht so einfach.  dil

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