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Woher die Weihnachtslieder kommen

Adventssingen in St. Nikolai Woher die Weihnachtslieder kommen

Beim Adventssingen in St. Nikolai in Rinteln haben weit mehr als hundert Menschen erfahren: Woher kommen eigentlich die Weihnachtslieder und was haben sie für eine Tradition? Antworten lieferte Kreiskantorin Daniela Brinkmann, die den „Kirchenchor“ anleitet.

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Bei Kerzenschein singen die Gäste Adventslieder.

Quelle: cok

RINTELN. Wie alle andere Kirchenlieder wurden auch die ersten Weihnachtslieder während der Messen und Stundengebete gesungen, als Lob- und Preisgesang in lateinischer Sprache, erklärt sie. Daher seien auch heute noch Lieder in deutsch-lateinischer Mischform bekannt, zum Beispiel: „In dulci jubilo, nun singet und seid froh“. Erst mit der Reformation entstanden vermehrt deutsche Weihnachtslieder, darunter Martin Luthers berühmtes „Vom Himmel hoch, da komm ich her“.

Weihnachtslieder im 19. Jahrhundert

Die Volkstümlichkeit vieler Stücke hänge mit dem ursprünglich mittelalterlichen „Kindleinwiegen“ zusammen, einem vorweihnachtlichen Brauch in Frauenklöstern, an dem auch Kinder teilnahmen. Dabei wurde dem Jesuskind in der Krippe vorgesungen. Auch Hirtenlieder hatten ihren oft naiven Weihnachtsbezug, erklärt Brinkmann.

Im 19. Jahrhundert erlebten die Weihnachtslieder eine neue Blüte. Nicht nur „Stille Nacht, Heilige Nacht“ entstand in dieser Zeit, sondern auch Lieder, die keinen direkten kirchlichen Bezug haben wie „O Tannenbaum“ oder „Leise rieselt der Schnee“.

Beim Adventssingen in St. Nikolai erklingen noch an den nächsten beiden Sonntagen ab 17 Uhr Weihnachtslieder. cok

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