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Wohnhaus am Grenzweg Raub der Flammen

Rinteln / Feuerwehreinsatz Wohnhaus am Grenzweg Raub der Flammen

Helle Aufregung nachts am Grenzweg: Das mehr als 30 Jahre alte Wohnhaus Nr. 19 wurde in der Nacht zum Sonnabend ein Raub der Flammen. Die Bewohnerin konnte sich retten, 100 Brandschützer löschten das zeitweise hell auflodernde Feuer.

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Die Feuerwehrleute löschen von der Straße aus und von der Drehleiter herunter den nächtlichen Wohnhausbrand im Grenzweg.

Quelle: tol

Rinteln (dil). Die Polizei geht von etwa 150000 Euro Schaden aus. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt (Fuß umgeknickt) und am Sonnabend im Kreiskrankenhaus Rinteln ambulant behandelt.

 Um 1.54 Uhr alarmierte die Leitstelle die Rintelner Feuerwehr. Da es sich um einen Vollbrand handelte, wurden gleich die Ortsfeuerwehren Steinbergen, Deckbergen, Engern, Todenmann und Schaumburg mit alarmiert sowie der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehrtechnischen Zentrale Stadthagen (FTZ) angefordert. Später traf die Feuerwehr Uchtdorf ein, um die Einsatzkräfte bei nächtlicher Kälte mit Tee, Kaffee und Brühe zu versorgen.

 Einsatzleiter Thomas Blaue sah beim Eintreffen am Brandort noch wenige Flammen aus dem Dach lodern. „Aber als der Löschangriff aufgestellt war, brannten schon der komplette Dachstuhl und Teile des Erdgeschosses“, so Blaue. „Mit zwei B-Rohren und vier C-Rohren haben wir Wasser aus nahen Hydranten eingesetzt. Die Drehleiter ließen wir gleich zum Brandort durch. Da Ostwind herrschte und das Nachbarhaus auf der Westseite sehr dicht am Brandhaus steht, haben wir dieses mit einem gespritzten Wasserriegel geschützt. Unter dem Dach haben wir mit der Wärmebildkamera überwacht, dass sich nicht durch Funkenflug Glutnester bilden.“ Nachbarn, die an offenen Fenstern den Löscheinsatz beobachteten, wurden aufgefordert, wegen Rauchgasgefahr Fenster und Türen wieder zu schließen.

 „Erst haben wir mit Wasser gelöscht. Als der Brand unter Kontrolle war, mischten wir Schaum dazu, damit das Wasser weicher wird und bis in die letzten Ecken zieht, wo Glutnester sein könnten“, erklärte Blaue später. Unter Atemschutz gingen Feuerwehrleute schließlich in das Haus, um Nachlöscharbeiten vorzunehmen und durch Aufreißen der Wände Glutnestern den Garaus zu machen. Zwischenzeitlich hatten die Stadtwerke die Gas- und Stromversorgung des Hauses abgeschaltet.

 Gegen 6 Uhr war der Löscheinsatz am Brandort beendet. Nach und nach rückten die rund 1000 Einsatzkräfte und etwa 20 Fahrzeuge ab. Gegen 7.30 Uhr war der Einsatz der Rintelner Feuerwehr am Gerätehaus beendet.

 Oberkommissar Siegfried Motzner von der Rintelner Polizei konnte nach der Überprüfung des Brandortes nichts Konkretes zur Brandursache sagen. „Die Ermittlungen gehen noch in alle Richtungen“, sagte er. Die Beweissicherung sei noch nicht abgeschlossen, eventuell würden auch Gutachter hinzugezogen. Die Bewohnerin des Hauses ist bei ihrer in Rinteln lebenden Tochter untergekommen.

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