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Wohnungen, Supermarkt, Geschäfte?

IGS-Gebäude am Kollegienplatz Wohnungen, Supermarkt, Geschäfte?

Wohnungen? Geschäfte? Ein Supermarkt? Eine andere Schule? Es gibt viele denkbare Varianten, wie das Schulgebäude am Kollegienplatz in Rinteln nach dem Umzug der IGS in den Neubau genutzt werden könnte.

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Die IGS zieht aus – und was kommt rein? Das können Bürger ab sofort über eine neue Online-Seite loswerden. Gefragt sind nicht nur Ideen zur Innenstadt-Umgestaltung, sondern auch allgemeine Kritik oder Wünsche.

Quelle: mld

RINTELN. Um allen Bürgern eine Möglichkeit zu geben, ihre Ideen zu äußern, hat die Stadt Rinteln eine neue Online-Plattform ins Leben gerufen: www.mitgestalten.rinteln.de. Sie ist ab sofort freigeschaltet und kann von jedem genutzt werden.

Dabei geht es um zweierlei Bereiche, zum einen: Die Ideen und Wünsche der Bürger zur Umgestaltung der Innenstadt sammeln. Zum anderen: Es ist eine neue Plattform für die Bürger, um generelle Wünsche oder Beschwerden an die Verwaltung loszuwerden. Dort finden Hinweise auf Schlaglöcher genauso Platz wie Anregungen für neue Spielgeräte oder Lob für den Bauhof.

Generell kann jeder auf diese Internetseite gehen und findet dort verständlich erklärt vor, was man alles dort machen kann. Schließlich wird man direkt hingeleitet zu einem Fenster für „Anregungen“ oder „Beschwerden“.

„Das ist kein Spielzeug, kein Facebook – es geht um echte Diskussion“

Dies geht nur, wenn man sich mit Vor- und Zunamen, E-Mail-Adresse und Postadresse registriert. Dadurch sollen falsche Profile vermieden werden, sagt Volker Vorwerk vom Unternehmen „buergerwissen“ aus Bielefeld, das sich auf Bürgerbeteiligungsplattformen spezialisiert hat. Zum Einsatz gekommen sind sie schon in Stuttgart – dort konnte man über den Haushalt diskutieren – oder in Trier. „Das ist kein Spielzeug, kein Facebook – es geht um echte Diskussion“, sagt Rintelns Bürgermeister Thomas Priemer.

Seinen echten Namen muss man auf der Plattform aber nicht preisgeben – bei der Registrierung kann man sich einen beliebigen Nutzernamen ausdenken. Zusätzlich zu schriftlichen Kommentaren kann man auf einer interaktiven Stadtkarte den Ort, auf den die Kritik oder der Wunsch abzielt, mit einem Mausklick direkt verorten, und mit einem Foto oder einer Zeichnung versehen. Die Plattform funktioniert auf Computer, Tablet und Smartphone und kann mit dem Standort der Gerätschaften synchronisiert werden, sodass man auch einfach den eigenen Standort hinterlassen kann.

So ein Bürger-Beitrag wird dann zentral in der Verwaltung gesammelt und ins zuständige Amt weitergeleitet. Die Ämter werden wiederum antworten und dem Beitrag einen bestimmten Status zuweisen – beispielsweise „in Bearbeitung“ oder aber auch „abgelehnt“ – mit Begründung. „Das ist ein Beitrag zu mehr Bürgernähe“, so Priemer. Übrigens kann man als Nutzer angeben, ob die Anregung für alle Besucher der Seite oder nur für die Verwaltung lesbar sein soll. Ist ein Vorschlag bearbeitet, bekommt man einen Hinweis per E-Mail.

Kollegienplatz unter die Lupe nehmen

Die Stadt habe zwar schon länger Plattformen für Wünsche und Beschwerden verwendet, sagt Priemer, doch die seien einfacher gewesen und „in die Jahre gekommen“.

Dies zeigt sich, wenn man auf der Seite Ideen zur Gestaltung des Kollegienplatzes eingeben möchte. Auf der Stadtkarte kann man sich die denkmalgeschützten Gebäude und Flächen anzeigen lassen, um dies für die eigenen Ideen einzubeziehen. Über ein 360-Grad-Rundum-Video (das man sich mit entsprechender Hard- und Software auch in Virtual Reality ansehen kann) kann man den Kollegienplatz noch einmal genau in Augenschein nehmen. Außerdem werden dort alle relevanten Unterlagen und anstehenden Termine aufgelistet – sowie die bisher gesammelten Ideen. Die kann man sich auch in Ruhe ansehen, ohne sich zu registrieren.

Nun sind die Bürger gefragt, sie sollen „mitdenken, mitarbeiten“, so Priemer. Denn das Thema Innenstadtgestaltung spreche schließlich viele Menschen mit unterschiedlichen Interessen an. Und: Die Seite soll dauerhaft genutzt werden, auch für weitere größere und kleinere Projekte. mld

factbox

Kollegienplatz: Nächste Termine

Die Stadt informiert am Donnerstag, 3. August, ab 19 Uhr im Brückentorsaal in einer Bürgerversammlung über die Hintergründe zur Neugestaltung des Kollegienplatzes und über den Denkmalschutz. Die Moderation übernimmt Uwe Mantik vom Institut Cima.

Beim ersten Bürger-Workshop am Donnerstag, 17. August, ab 19 Uhr im Ratssaal, Klosterstraße 20, soll den Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, die online eingegangenen Ideen zu vertiefen und zu ergänzen. Die Moderation übernimmt Meike Othengrafen vom „büro stadtkommunikation“.

Beim zweiten Workshop am Dienstag, 26. September, ab 19 Uhr im Ratssaal können Ideen hinsichtlich städtebaulicher Aspekte weiter vertieft werden. Dabei wird die Stadt von Klaus von Ohlen vom Planungsbüro BauBeCon unterstützt. Alle Ergebnisse werden auch im Internet unter mitgestalten.rinteln.de veröffentlicht. Die Ideen können dann bis zum 15. Oktober bewertet werden. Die Rangliste wird dem Rat für weitere Entscheidungen vorgelegt. Anfang nächsten Jahres soll der Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes folgen.

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