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Zertifikat vom „Haus der kleinen Forscher"

Rinteln Zertifikat vom „Haus der kleinen Forscher"

In Berlin gibt es eine Stiftung, die heißt „Haus der kleinen Forscher“. Programmatisches Ziel dieser Stiftung, die von vielen namhaften deutschen Firmen unterstützt wird, ist es, Kinder schon früh an die sogenannten „MINT“-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) heranzuführen.

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Rinteln. Damit soll gegen einen gesellschaftlichen Trend angesteuert werden, der den hiesigen Unternehmen immer mehr Kopfzerbrechen bereitet: die ablehnende Haltung von jungen Leuten den technischen und mathematischen Fächern gegenüber.

Die Stiftung hat dafür ein mittlerweile bewährtes System aufgebaut. Es gibt eine Reihe von kindgerechten Unterrichts- beziehungsweise Experimentier-Einheiten aus allen Bereichen von Technik und Naturwissenschaft. Für die Verbreitung des entsprechenden Fachwissens werden Trainer ausgebildet, die wiederum Kurse für angehende oder auch ausgebildete Erzieher anbieten. Wenn diese Erzieher ihr Wissen in die Kindergärten tragen, haben auch diese Institutionen die Möglichkeit, sich zertifizieren zu lassen.

Grundbedingung ist dabei, dass mindestens zwei Erzieher der Einrichtung den Basisworkshop Wasser-Luft absolviert haben und dass eine bestimmte Anzahl von Experimenten im Jahr dokumentiert wird. Dass bundesweit schon 30 Prozent aller Kindergärten dieses Zertifikat erworben haben, zeigt den durchschlagenden Erfolg des Konzeptes.

In Schaumburg bestehe noch etwas Nachholbedarf, so Ursula Büthe, Netzwerkkoordinatorin und Fachberaterin der Schaumburger Kindertagesstätten (Kitas). Von 100 Einrichtungen haben sich bisher erst fünf qualifiziert. Das könnte sich jedoch bald ändern.

An Rintelns Berufsbildenden Schulen (BBS) gibt es nämlich zwei engagierte Trainer, die ehemalige Lehrerin Helma Hartmann Grolm und Studienrat Uwe Biniek, die ihr Wissen an ihre Schüler weitergeben. Biniek steht überzeugt hinter dem „Haus der kleinen Forscher“-Konzept. „Es ist kein Zufall, dass als Zielgruppe die Kindergartenkinder ausgewählt wurden. Diese gehen noch offen und neugierig auf jedes Thema zu. Schon in den Grundschulen findet man Vorurteile und Ablehnungen bestimmten Fächern gegenüber, die dann erst überwunden werden müssen.“ Zum dritten Mal hat an der Fachschule in Rinteln eine Sozialpädagogikklasse, nämlich die Klasse FSS 22 a, den Basisworkshop Wasser-Luft mit Zertifikat abgeschlossen. Diese Ausbildung ist sicher für das berufliche Fortkommen der jungen Leute selbst von Vorteil, aber sie sendet auch Impulse zur Weiterentwicklung für die Einrichtungen in der Region. Anders als früher – da galt das Konzept nur für Drei- bis Sechsjährige – sind die angehenden Erzieher berechtigt, ihr Wissen an Kinder von drei bis zehn Jahre zu vermitteln.

Dass in den Workshops nicht nur Naturwissenschaftliches, sondern auch pädagogische Inhalte gelernt werden, kann man an einem Satz, der auf den Teilnahmeurkunden steht, ablesen. Als ein Lernziel für die Erzieher heißt es da: „Wie verhalte ich mich als Lernbegleiter der Kinder so, dass sie mit Begeisterung und Freude die Welt entdecken können?“ cm

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