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Zoff im Parkhaus – Fäuste fliegen

Geldstrafe Zoff im Parkhaus – Fäuste fliegen

Knapp dreieinhalb Jahre nach einer unheilvollen Begegnung in einem Rintelner Parkhaus ist ein Autofahrer nun zu einer Geldstrafe von 450 Euro verurteilt worden, umgerechnet drei Monatseinkommen für den zurzeit nicht berufstätigen Familienvater.

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Quelle: Symbolfoto

Rinteln. Der heute 36-Jährige hatte beim Streit um einen Parkplatz einen anderen Autofahrer (53) zunächst mit Fäusten und später mit einer Bierflasche angegriffen. Dabei erlitt das Opfer leichte Verletzungen am Unterarm. Richter Christian Rost erkannte auf Körperverletzung und versuchte gefährliche Körperverletzung. Mit seinem Urteil folgte er im Wesentlichen dem Antrag von Staatsanwältin Karin Dubben.

An einem Nachmittag im Mai wollte eine Familie aus dem Kalletal die Rintelner Messe besuchen. Der 53-jährige Fahrer steuerte sein Auto in ein überfülltes Parkhaus in der Innenstadt und suchte nach einer freien Fläche.

Genervt bei der Parkplatzsuche

Zur selben Zeit war dort auch der Angeklagte mit seiner Familie unterwegs. Offenbar genervt, dass er seit einer Viertelstunde vergeblich einen Parkplatz suchte, sah der Angeklagte dann eine freie Parkfläche. In diese fuhr sodann der Kalletaler, der noch zweimal zurücksetzen musste, um richtig in die Lücke zu kommen. Wutentbrannt, dass ihm der Parkplatz weggeschnappt wurde, stellte sich der Angeklagte quer dahinter. Vor Gericht behauptete er, ihm sei die Vorfahrt genommen worden. „Es wäre fast zu einem Zusammenstoß gekommen“, sagte der 36-Jährige.

Angriff mit Bierflasche

Beide Autofahrer stiegen aus, es kam zum Streit, der Kalletaler wurde beschimpft. Mit Fäusten schlug der Angeklagte auf den Körper des Opfers ein, ehe er zu seinem Auto ging und aus dem Kofferraum eine Bierflasche holte. Diese versuchte er, dem Opfer über den Kopf zu ziehen. Der Kalletaler hielt aber die Arme hoch und konnte den Schlag so abwehren. „Zwischen uns haben keinerlei Schläge stattgefunden. Es ist zu keinem Zeitpunkt zu einer Verletzung gekommen“, äußerte der Angeklagte vor Gericht und bestritt zugleich die Vorwürfe.

Nach seiner Version hätten sich beide gegenseitig am Kragen festgehalten. Dann sei seine Frau dazugekommen, die schlichten wollte. Die Bierflasche habe er aus dem Affekt herausgeholt, der Mann habe ihm Beleidigungen hinterhergerufen, als er sich abwandte. Mit der Flasche habe er nichts machen wollen. Aufgrund mehrerer Zeugenaussagen hielt Rost jedoch den Angeklagten für überführt. maf

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