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Zum Jubiläum eine Überraschungsdusche

Rinteln / Feuerwehr Zum Jubiläum eine Überraschungsdusche

Sie waren schon wenige Meter vor dem Weseranleger, und die ganze Zeit hatte sich das Wetter gehalten, doch kurz vor dem Ziel sind die Weserpiraten richtig nass geworden: Denn zum Ende ihrer 60. Jubiläumsfahrt hatte sich die Feuerwehr Rinteln eine Taufe der ganz besonderen Art ausgedacht und die Flussfahrer von der Weserbrücke aus mithilfe von Löschschläuchen „beregnet“.

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Nasse Überraschung für die Besatzung der „Poseidon II“: Kurz vor dem Anleger in Rinteln werden die Weserpiraten von der Feuerwehr nass gespritzt. © mld

Rinteln (mld). „Das macht man doch so bei Schiffsjubiläen, oder?“, scherzte Dirk Scheel von der Feuerwehr, der die Idee zu dieser Überraschung gehabt und zusammen mit einigen Helfern auf die Beine gestellt hatte.

Ansonsten verlief die Fahrt eher ruhig, große Vorkommnisse gab es laut Pastor Heiko Buitkamp von der reformierten Jakobigemeinde Rinteln nicht zu berichten – die angekündigten Gewitter kamen nicht, starker Rückenwind trieb die beiden Boote „Poseidon II“ und „Störtebeker“ mit insgesamt 28-köpfiger Besatzung von Hannoversch Münden aus in zehn Tagen die Weser hinunter.

Noch am Abend zuvor hatten die „Piraten“ in Kleinenwieden ein Grillfest veranstaltet und hatten, anlässlich des 60. Bestehens dieser Jugendfreizeit der reformierten Gemeinde, einen besonderen Gast mit ins Boot geholt: Martin Hausmann, Buitkamps Vor-Vorgänger, der ebenfalls jahrelang mit auf Weserfahrt war.

„Es war mir eine große Freude, mal wieder mitfahren zu dürfen“, so Hausmann gestern im Kreise der „Piraten“ sowie ihrer Angehörigen, die sie vom Anleger abholten. Es sei „schön“, dass die Tradition noch lebe und dass „Heiko Buitkamp mit einer solchen Begeisterung mitmacht“. Lobend erwähnte er auch, dass sich immer wieder erwachsene Betreuer für die Fahrten fänden – und natürlich Jugendliche, die die zehntägige Tour mit Freuden mitmachten.

Ganz gemäß der Weserpiraten-Tradition gab es Taufen für Erstfahrer: Bei Kilometer 99 fiel die Wahl auf Alwina Robinson aus Rinteln, bei Kilometer 100 auf David Hausmann, Enkel von Martin Hausmann, aus Hamburg. „Diesmal war die Entscheidung, wer getauft werden sollte, wirklich schwierig“, sagte Buitkamp. In diesem Jahr seien außergewöhnlich viele Erstfahrer mitgekommen.

Über www.weserpiraten.de hatte sich außerdem die Tochter des Begründers dieser Jugendfreizeit, Carl Herlyn, gemeldet und eine weitere Besonderheit dieser Fahrt mitgeteilt: Der Tag, an dem die Weserpiraten in diesem Jahr in Rinteln abgelegt haben, sei auch der Todestag von Herlyn sowie auch von dessen Frau gewesen. Wenn das kein gutes Omen für viele weitere „Piraten-Fahrten“ ist.

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