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Zurück zur Ursprungsidee

Senioren-WG kommt Zurück zur Ursprungsidee

In dem Haus, das einmal eine Jugendherberge war, tut sich was. Container stehen vor dem unweit der Weser gelegenen Gebäude.

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Hinter der ehemaligen Jugendherberge steht ein Müllcontainer. Daneben liegt ein Haufen alter Latten. Es wird renoviert. Anfang nächsten Jahres sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Quelle: pk

Rinteln. Was nicht mehr gebraucht wird, kommt raus. Nach rund drei Jahren Leerstand soll in die einstige Jugendherberge Am Bären 1 endlich wieder Leben einkehren. Eine Senioren-Wohngemeinschaft (WG), eine Tagespflegestätte und eine Tagesmutterstätte sollen dort entstehen, teilt Inhaber Aimo Würfel mit. Spätestens Anfang nächsten Jahres soll das Mehrgenerationenhaus fertiggestellt sein.

13 WG-Zimmer

Die Grundidee hinter der Senioren-WG – der ersten in Rinteln – sei eine soziale und erschwingliche Gemeinschaft, erläutert Würfel. Insgesamt 13 Zimmer von etwa 25 bis 30 Quadratmeter Größe soll die WG umfassen, allesamt mit Badezimmern und obligatorischen Notknöpfen ausgestattet. Acht Zimmer befinden sich im ersten Obergeschoss, fünf im Dachgeschoss. Zwei der 13 Zimmer sollen doppelt, also von zwei Personen, belegt werden können.

Ursprünglich seien mehr Zimmer geplant gewesen, aber dann wären sie auch kleiner geraten. Das hätte nicht in Würfels Konzept vom „schönen Wohnen“ gepasst. Deshalb habe er sich am Ende für die größere Variante entschieden. „In einer geräumigen Wohnküche können die Mieter kochen“, führt Würfel aus. „Die Senioren-WG ist für selbstbestimmt lebende Menschen.“

Kleintierhaltung

Gleichwohl können die WG-Bewohner Angebote der Tagespflege im Erdgeschoss wahrnehmen. Außer den dortigen Pflege-, Betreuungs- und Beschäftigungsangeboten soll es auch die Möglichkeit geben, im Garten Hochbeete zu bepflanzen, „ohne sich bücken zu müssen“. Eine Kleintierhaltung soll Beschäftigung mit Tieren ermöglichen.

Die Leitung der Tagespflegestätte werden Würfels Frau Alexandra und ein gleichermaßen qualifizierter Partner übernehmen. Die Pflegedienstleiterin führt zurzeit eine Senioren-WG des Deutschen Roten Kreuzes in Hessisch Oldendorf. Das Erdgeschoss soll zudem als generationsübergreifende Begegnungsstätte dienen.

Im Kellergeschoss, das nach hinten raus ebenerdig ist und mit bodentiefen Fenstern ausgestattet werden soll, wird die Tagesmutterstätte entstehen. Dort werden sich zwei selbstständige Tagesmütter um jeweils fünf Kinder im Alter von null bis drei Jahren kümmern. Der Austausch zwischen diesen drei Bereichen – Senioren-WG, Tagespflegestätte und Kindertagesstätte – soll mit Angeboten gezielt gefördert werden.

"Top-Lage"

„Es soll ein Mehrgenerationenhaus werden, ein Haus der Kommunikation“, so Würfel. Der Investor schwärmt von der „exzellenten Umgebung“ und der „Top-Lage“ im Zentrum, was gerade für Menschen im Alter attraktiv sei.

Rund 20 Arbeitsplätze sollen Am Bären 1 entstehen. Pfleger, Fahrer, Tagesmütter und Hausmeister werden gebraucht. Eine konkrete Zahl, was sich sein Partner Stefan Wiechmann, mit dem er die W&W Immobiliengesellschaft betreibt, und er die Sanierung der Jugendherberge kosten lassen, will Würfel nicht nennen. Aber da sein Partner hauptberuflich eine Tanktechnik- und Tankreinigungsfirma in Hameln betreibt, sei man in der Lage auf eigene Manpower zurückzugreifen, wodurch die Investition am Ende nicht ganz bei einer Million Euro liegen würde.

Würfel betreibt in Hessisch Oldendorf die Werbeagentur System-Media. „Ich kenne mich gut aus mit Außendarstellung. Auf diese Weise ergänzen mein Partner und ich uns bei diesem Projekt sehr gut.“

Würfel hatte die Immobilie im Herbst 2015 dem Jugendherbergsverband abgekauft. Von vornherein hatte er die Absicht, dort eine Senioren-WG einzurichten. Als dann die Flüchtlingskrise eintrat, hatte er Stadt und Landkreis angeboten, das Objekt als Unterkunft zu vermieten. Doch die waren nicht interessiert. Also kehrte Würfel zur Ursprungsidee zurück.  pk

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