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Zwei Spielplätze für Senioren öffnen

Rinteln / Generationenübergreifend Zwei Spielplätze für Senioren öffnen

Jetzt kommt Bewegung in die Sache: Werden in Rinteln die ersten Spielplätze zu naturnahen mehrgenerationsgerechten Spielplätzen umgebaut? Eine erste Entscheidung darüber fällt in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bau- und Stadtentwicklung ab 18 Uhr im Sitzungssaal Klosterstraße 19.

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Der Spielplatz am Kapellenwall bietet eher ein tristes Bild. Aufgrund des Anforderungsprofils soll der Spielplatz jetzt in einen naturnahen Mehrgenerationenplatz umgebaut werden.

Quelle: peb

Von Peter Blaumann Rinteln. Nach dem Antrag der WGS-Fraktion im Rat der Stadt Rinteln auf Erstellung eines Konzepts zur Umgestaltung der Spielplätze in Rinteln im März dieses Jahres wurde die Verwaltung beauftragt, eine Analyse der städtischen Spielplätze durchzuführen.

 Daraufhin wurden für alle 65 vorhandenen Spielplätze Daten aus diversen Ämtern zusammengetragen. Dabei wurde auch unterschieden, ob es sich um einen öffentlich zugänglichen Spielplatz handelt oder um einen einer Kindertageseinrichtung zugehörigen Spielplatz. Zu erfassen waren das Erbauungsjahr des Spielplatzes, die Erneuerung oder teilweise Erneuerung von Spielgeräten, der Zustand, die in einem Radius von 300 Metern lebenden Kinder nach Altersklassen unterteilt sowie die Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen.

 „Die Analyse macht deutlich, dass einerseits in vielen Gebieten weniger Kinder als Nutzer der Spielplätze nachwachsen, andererseits öffentliche Spielplätze vor allem in der Kernstadt von verschiedenen Kindergärten regelmäßig besucht werden und daher eine Auslastung gegeben ist“, sagt Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Die Bestandserfassung mache aber auch deutlich, dass sich die Einzugsgebiete häufig überschnitten und der Bedarf an neuen Spielplätzen nicht notwendig sei. „Aufgrund des demografischen Wandels liegt die Tendenz in abnehmenden Kinderzahlen. Daher ist der Erhalt eines jeden Spielplatzes bei Erneuerungsbedarf zu prüfen“, gibt Buchholz zu bedenken.

 Aufgrund des WGS-Antrags griff die Verwaltung die Überlegung auf, außer klassischen Spielplätzen auch Mehrgenerationenplätze zu gestalten. Für die Möglichkeit einer Umgestaltung wurden exemplarisch zwei Plätze herausgegriffen: zum einen der Spielplatz Am Hagen in Krankenhagen und zum anderen der Spielplatz am Kapellenwall in Rinteln. „Nach der Beurteilung zur Eignung der Plätze als Mehrgenerationenplatz muss die Analyse der Zahl der Menschen im Alter über 65 Jahren im Umkreis der entsprechenden Spielplätze erfolgen. Eine deutliche Kennzahl wäre der Überschuss an Menschen über 65 als Nutzer eines öffentlichen Platzes gegenüber den Kindern bis 14 Jahre. Das trifft in beiden Fällen zu“, so Buchholz.

 Zur Erstellung eines Spielplatzkonzeptes bedarf es eines hohen Planungsaufwandes. Fragen wie „Welcher Standort hat Zukunft?“, „Wie groß muss ein Platz für eine naturnahe Umgestaltung sein?“, „Welche Kinderzahlen sind entscheidend?“ oder „Wie hoch ist der Pflegeaufwand?“ müssen beantwortet werden können. „Die Auswertungskriterien sollten daher durch ein Fachbüro festgelegt werden. Ein Planungsbüro für Spielplätze müsste mit der Auswertung der Daten nach fachlichen Kriterien beauftragt werden“, lautet die Forderung der Verwaltung. Die Planungskosten zur Erstellung eines Spielplatzkonzeptes könnten laut Verwaltung etwa 20000 Euro betragen.

 Gleichzeitig hat es bei den Entscheidungsträgern in den vergangenen Monaten ein Umdenken gegeben: Bei der Umgestaltung der Spielplätze sollen zukünftig auch Kinder ein Mitspracherecht bekommen. Deren Wünsche und Ideen sollen schon bei der zukünftigen Umgestaltung der Spielplätze am Kapellenwall und Am Hagen einfließen. Das trifft auch bei der Erneuerung des Spielplatzes an der Dr.-Krukenberg-Straße zu. Dieser Spielplatz muss dringend saniert werden. Im Rahmen der eingeplanten bestehenden Haushaltsmittel soll gemeinsam mit den Kindern im Umkreis des Spielplatzes ein größeres Spielgerät ausgesucht werden. Die Analyse der Einzugsgebiete der Spielplätze im Umkreis von 300 Metern im Kernstadtbereich zeigt eine häufige Überschneidung. peb

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