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Zwischen Ewigkeit und Verrinnen

Rinteln / Musikalische Meditation Zwischen Ewigkeit und Verrinnen

Die Zeit ist eine Größe, die sich schwer fassen lässt und der doch alles Leben unterworfen ist. Allein 1062-mal ist das Wort Zeit in der Bibel genannt und scheint damit ein Phänomen zu sein, das jeden Menschen persönlich betrifft. Ein Phänomen, über das es sich empfiehlt, nachzudenken, mahnten die „Caravans“ bei ihrem Konzert am Sonntagnachmittag in der katholischen Kirche St. Sturmius vor rund 40 Zuhörern.

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Quelle: pr.

Rinteln. „Alles hat seine Zeit“, so hatte die Gruppe ihr gesamtes Konzert überschrieben, das der Veranstaltungsreihe im Rahmen des 125-jährigen Jubiläums der Rintelner Kirche zuzurechnen ist. Hintergrund: Die „Caravans“ (drei Musiker, eine Musikerin, die sämtlich auch singen sowie eine ausgesprochene Sängerin) sind als überkonfessionelle Formation hauptsächlich unterwegs in Kirchengemeinden und gastierten in der Vergangenheit schon wiederholt in St. Sturmius. Teilweise nach Liedermacher-Art stellen sie bei ihren Konzerten die Verbindung zwischen christlichem Glauben und dem Leben im Alltag her.

 Dabei regen viele ihrer Lieder an, sich persönlich einzulassen auf die Fragen des Lebens und die Antworten der Bibel. Und der Zeit kommt im Rahmen der Ewigkeit eine wesentliche Rolle im menschlichen Leben zu, verdeutlichten die „Caravans“ (gegründet 1968 und immer noch unterwegs) in ihren nachdenklich stimmenden Liedern.

 Der Zeitbegriff erstreckt sich „zwischen Ewigkeit und Verrinnen“. Dabei ist zu bedauern, „dass wir die Zeit nicht festhalten können“. Und trotzdem, niemand muss sich in der Unendlichkeit und Zeitlosigkeit verlieren, so klang es von Anfang als ermutigende Botschaft an. Denn: Es gibt das A und das O, den König der Welt, Gott den Schöpfer und Herrn der Zeit. Dennoch hat der Weg Gottes mit dem Menschen einen Anfang – und „Am Anfang war das Wort“. Ein Akt des Schöpfens, der alles Sichtbare und Unsichtbare in Gang gebracht hat und trägt.

 So zog sich ein roter Faden durch das Konzert. Zeit sei „messbare Größe für ein Problem, das uns alle heute verstärkt beschäftigt“. Es werde Zeit zur Besinnung mahnten die „Caravans“ ein-, aber nicht aufdringlich, vor dem Hintergrund der Endlichkeit des menschlichen Erdendaseins und der göttlichen Ewigkeit über das Stellen von Weichen auf dem persönlichen Lebensweg nachzudenken. Damit verbunden gaben sie Winke und Hinweise für die persönliche Entscheidungsfindung. Die gesprochenen Einführungen in die unterschiedlichen Lieder mit feinfühligen, aber geradlinigen Denkanstößen in Verbindung mit Projektionen zum Komplex Zeit unterstützten sowohl beim Nachdenken als auch beim Eintauchen ins Thema.

 Mit der musikalisch und wörtlich erzählten Josephs-Geschichte wird die Reihe der Jubiläumsveranstaltungen fortgesetzt. Am Sonntag, 10. November, ab 17 Uhr ist zum zweiten Mal in diesem Jahr das „Classic Jazz Trio“ des Göttinger Sinfonieorchesters in St. Sturmius zu Gast. Die drei Musiker Wojtek Bolimowski (Jazz-Violine), Gregor Kilian (Piano) und Martin Tschöpe (Kontrabass) sowie das Rezitatoren-Duo Beate Josten und Stefan Wiefel wollen dabei an den nachhaltigen Eindruck anschließen, den sie im Frühjahr hinterlassen haben.

 Am Sonnabend, 30. November, ab 17 Uhr singt der Jazz-Chor aus Minden unter der Leitung von Pit Witt. Der Eintritt ist bei beiden Konzerten frei, Spenden sind aber willkommen.

Von Werner Hoppe

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