Auetal-Hattendorf (la). Markmann-Vrielink lebt seit acht Jahren mit ihrem Ehemann und den Kindern Steffen (19), Sebastian (16) und Janin (9) in Hattendorf. Ihren Beruf als Friseurin hat sie vor gut zehn Jahren an den Nagel gehängt, um als Hausfrau und Mutter ganz für die Familie da zu sein. In ihrer Freizeit engagiert sich die 43-Jährige in der Hattendorfer Feuerwehr.
„Dort betreue ich mit noch zwei anderen Frauen und einem Mann die Kinderfeuerwehr“, so Markmann-Vrielink. Außerdem versucht sie, sich ein- bis zweimal pro Woche im SV Hattendorf sportlich zu betätigen.
„Helmut Meier hat mich vor der Kommunalwahl angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, im Auetal politisch aktiv zu werden“, erzählt sie.
Nach einem Gespräch mit ihrem Ehemann, der ihr seine Unterstützung zugesagt hat, entschloss sie sich dazu, für den Gemeinderat zu kandidieren. In die SPD eintreten wollte sich aber nicht, was für die Auetaler Genossen kein Problem darstellte. „Ich möchte zunächst parteilos bleiben“, stellt Markmann-Vrieling fest, obwohl sie mit den SPD-Mitgliedern gut zusammenarbeitet. „Ich erhalte immer Unterstützung und Antworten auf Fragen“, betont die „Neu-Politikerin“.
Im Moment sei sie damit beschäftigt, sich ausreichend über die Rats- und Ausschussaufgaben zu informieren, um dann auch mitreden und etwas bewegen zu können. „Ich werde auch an entsprechenden Fortbildungen des Städte- und Gemeindebundes teilnehmen“, so Markmann-Vrielink. Ihr Job als Hausfrau erleichtere ihr die Zeiteinteilung für Sitzungen des Rates und der Ausschüsse und selbstverständlich auch für die Vorbereitung auf diese.
„Die Vorbereitung nimmt eine Menge Zeit in Anspruch, das konnte ich inzwischen schon feststellen. Aber wer unvorbereitet in Sitzungen geht, kann nicht mitreden“, meint Markmann-Vrielink, und daher würde sie sich diese Zeit auch gerne nehmen.
Für die Sozialdemokraten ist sie Mitglied im Schul- und Jugend- und Sozialausschuss.
„Ich bin der Meinung, dass es heutzutage sehr wichtig ist, eine ordentliche Schulausbildung zu haben. Daher fühle ich mich im Schulausschuss gut aufgehoben. Der Jugend- und Sozialausschuss passt gut zu meinen privaten Interessen, zum Beispiel zu meinem Engagement in der Feuerwehr“, stellt Markmann-Vrielink fest.
Eines ihrer Ziele sei es, etwas für Hattendorf in Bewegung zu bringen. „Hattendorf ist einer der größeren Auetaler Orte, und ich würde mir wünschen, dass hier etwas mehr für die Jugend getan wird. Zum Beispiel die Schaffung eines Bolzplatzes hinter dem Feuerwehrhaus oder ein Treffpunkt für die Jugend“, erzählt Markmann-Vrielink. Bislang gebe es ja nur den Spielplatz vor dem Museum, und der sei für Kinder geeignet, aber nicht für Jugendliche.
Aber auch sozial möchte sie sich noch mehr engagieren. „Die Idee von Friedrich Gärling, eine Auetaler Tafel einzurichten, finde ich sehr gut. Das sollte man vielleicht mit einer Kleiderkammer verbinden“, regt Markmann-Vrielink an.
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