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Rinteln Ortsteile 17 Jahr, blondes Haar und Deutsche Meisterin
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00:23 07.10.2015
 Volle Konzentration: Jennifer Schüler setzt in ihrer Spezialdisziplin zum Wurf an. peb
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Von Peter Blaumann Exten

Das 17-jährige Naturtalent siegte an der Seite von Paul Franke (Bergedorf) und Jan Philip Krug (Krähenwinkel-Kaltenweide) im Team-Wettbewerb der Junioren sowie im Tireur (Schießen).

 Die junge Extenerin kann auf eine überaus erfolgreiche Saison zurückblicken. Bei den Deutschen Meisterschaften der Frauen belegte sie im gemischten Doppel den dritten Platz und im Dreierteam sogar Platz zwei. Mit diesen beiden Podestplätzen kletterte sie in der Rangliste des Deutschen Pétanque Verbandes (DPV) auf den dritten Platz. Bei den Junioren führt sie die deutsche Rangliste sogar an.

 Jennifer Schüler begann ihre sportliche Karriere im zarten Alter von vier Jahren. Mit den Jungen ihres Alters jagte sie dem Fußball hinterher. In den Mannschaften des TSV Exten und TSV Krankenhagen blieb sie dieser Sportart bis zum 14. Lebensalter treu.

 Das Boule-Spiel entdeckte die angehende Sozialassistentin mit elf Jahren. Mama Birgit und Papa Ralph nahmen die kleine Jennifer regelmäßig zu Boule-Turnieren mit. Schnell wurde ihr Talent für diese Sportart entdeckt. Die drei Schülers bildeten ein Team und fuhren erste Erfolge auf Kreisebene ein.

 Vor vier Jahren wurde Sven Lübke, der Jugendwart des niedersächsischen Landesverbandes, auf die damals 13-Jährige aufmerksam und lud sie zum Auswahltraining ein. Seitdem steht das Boulespielen im Mittelpunkt ihres Lebens. Der Aufstieg in die deutsche Spitzenklasse begann.

 Schüler schloss sich dem Luhdener SV an, der in der Niedersachsenliga um Punkte kämpft. Wenn sie nicht mit dem LSV im Einsatz ist, besucht sie Turniere in ganz Deutschland, nimmt an Ranglistenturnieren oder am Kadertraining des DPV teil. Im Sommer ist sie fast an jedem Wochenende unterwegs.

 „Bei Jugend-Bundestrainer Bernd Wormer habe ich in den Auswahlmaßnahmen den Feinschliff in den verschiedenen Techniken bekommen“, berichtet Schüler. Ihre Spezialdisziplin ist das Schießen. Schwächen zeigt sie beim Legen. „An dieser Technik muss ich noch intensiv arbeiten“, sagt sie selbstkritisch.

 Fragt man Schüler nach ihren Stärken, kommt die Antwort prompt. „Ich entwickele das richtige Gefühl für die Kugel, bin nervenstark und kann mich gut auf die äußeren Umstände einstellen.“ Egal, ob die Bahn aus Sand, Rasen, Grand oder Asphalt besteht, ob sie kleine und große Hindernisse sowie Löcher oder Pfosten aufweist – mit ihrer inneren Ruhe bleibt sie stets hoch konzen-triert und auf den nächsten Wurf fixiert.

 Auch taktisch ist Schüler schon gut ausgebildet. Sie findet fast immer die richtige Lösung für den nächsten Wurf. „In den Mannschaftwettbewerben muss man unbedingt echten Teamgeist entwickeln. Man sollte sich gegenseitig helfen, Mut zusprechen und anspornen“, verrät Schüler ein Erfolgsgeheimnis.

 Nervenstärke bewies Schüler auch bei den Deutschen Meisterschaften. Im Viertelfinale lag ihr Team bereits mit 3:10 fast aussichtslos zurück. Mit einer enormen Energieleistung konnte die Partie doch noch gedreht werden. Am Ende hieß es 13:11. Im Halbfinale siegte Schüler mit ihrem Team 13:2 und das Finale wurde mit 13:6 gewonnen.

 Und auch im Schießwettbewerb lief es zunächst nicht ganz nach Plan. Elf Spielerinnen und Spieler hatten sich für den Vorkampf qualifiziert. Als Vierte zog Schüler schließlich in das Halbfinale ein. Dort kam ihre Nervenstärke wieder zum Tragen. Nach einem 32:26-Erfolg stand sie im Finale, in dem sie ihre ganze Klasse demonstrieren konnte. 37:10 lautete das Endergebnis – der zweite Titel war eingefahren.

 Die Saison 2015 ist beendet. Die Blicke richten sich jetzt auf die neue Spielserie. „Ich bin aus der Juniorenklasse herausgewachsen und muss im nächsten Jahr in der Klasse der Damen im Alter von 18 bis 22 Jahren antreten. Das ist eine neue Herausforderung für mich“, blickt Schüler in die nähere Zukunft. Ihr Traum ist es, den Sprung in die Bundesliga zu schaffen. „Kontakte zu einem Bundesligisten sind da. Aber es ist noch nichts spruchreif.“ peb

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