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Deckbergen / Gewerbegebiet

7700 Module zapfen die Sonne an


Das Gewerbegebiet Deckbergen wird zu einem Zentrum der Solarenergiegewinnung in Rinteln. Nach der Bürgeranlage der Stadtwerke setzt ein Investor aus Höxter (Firma Mabach) nun daneben auf dem Gelände zwischen der Meisi-Schuhfabrik und der Bundesstraße 83 auf rund 2,5 Hektar Fläche 7700 Kollektoren in den Boden.
38 Reihen Tragekonstruktionen werden für den neuen Solarpark aufgebaut. tol

38 Reihen Tragekonstruktionen werden für den neuen Solarpark aufgebaut.

© tol

Deckbergen. Die Leistung soll 1800 Kilowatt betragen und am Freitag bereits nach kaum zwei Wochen Bauzeit die Kraft der Sonne angezapft werden. 1,656 Millionen Euro werden investiert.

 „Rund 40 Mitarbeiter sind hier derzeit tätig“, teilt Generalunternehmer Frank Bust von der Firma Elektro Bust aus Hildesheim mit. Zwei von ihnen übernachten in Wohnwagen auf dem Gelände, sodass ein Schutz der Anlage gewährleistet ist, denn die Umzäunung steht noch aus. „Die Firma Habdank aus dem Raum Garmisch-Partenkirchen ist für die Rammarbeiten und Montage der Solarmodule zuständig. Wir selbst machen die Verkabelung und das Trafohäuschen“, fährt Bust fort, der Spezialist für solche Großanlagen ist. Weiterer Bauleiter ist Knut Nolting von der R und S Biotec GmbH aus Bünde.

 Das heißt genau: Die Metallpfosten als Träger der Solarmodule werden 1,80 Meter tief in den Boden gerammt. Dann werden rund 50 Kilometer Kabel von den Modulen zu den 108 Wechselrichtern verlegt, von denen es in jeder der 38 Modulreihen drei bis vier gibt. Das Trafohäuschen wird am Grundstückseingang neben dem der Stadtwerke-Anlage aufgebaut.

 Auf der Südseite des Geländes wird ein Streifen frei bleiben für eine Erschließungsstraße der Stadt zu weiteren Feldern, die zur Erweiterung des Gewerbegebietes dienen könnten. Bisher waren dort aber Gewerbeflächen jahrelang wie Sauerbier angeboten worden, deshalb die alternative Lösung mit Solarparks, die ja keine Arbeitsplätze schafft. Zur Installierung der jetzigen Anlage war der verkaufende Landwirt entschädigt worden, denn sein Winterweizen wurde grün abgemäht und entsorgt.

 Am Freitag von 17 bis etwa 19 Uhr ist Tag der offenen Tür mit Begehung der Anlage, Bratwurst und Getränken. Die Bauleiter beantworten dabei Fragen.

 Die Stadtwerke haben jüngst in ihrem Kundenmagazin eine Bilanz nach rund einem Jahr ihrer Anlage gezogen. Sie habe die Erwartungen deutlich übertroffen, heißt es dort. Rund 850000 Kilowattstunden pro Jahr waren geplant, bis Anfang dieses Jahres wurden es aber schon 940000. Die besten Monate: Mai und August. Die Anleger bekommen somit mehr als den garantierten Zins von 2,5 Prozent ihres Investments. Noch immer ist der Einstieg möglich. Nähere Infos unter www.stadtwerke-rinteln.de, Solarpark Rinteln-Deckbergen. dil

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