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Rinteln Ortsteile Bald zwei unter einem Dach
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile Bald zwei unter einem Dach
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00:18 09.06.2018
Baustellenbesichtigung mit Stefan Eggert-Edeler vom Bauamt der Stadt Rinteln (Mitte), Ortsbrandmeister Sascha Meier von der Ortsfeuerwehr Schaumburg (links) sowie sein Kollege Ralf Bredemeier von der Ortsfeuerwehr Deckbergen. Quelle: who
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Deckbergen/Schaumburg

Daran lässt sich erkennen, wie der gesamte Komplex aussehen wird. Bei einer Baustellenbesichtigung mit Stefan Eggert-Edeler vom Bauamt machten sich die Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier und Sascha Meier ein Bild vom Stand der Arbeiten.

„Im Moment liegen wir im Plan“, äußerte sich Eggert-Edeler. Die greifbaren Anzeichen: Die Mauern des Sozialtraktes mit einer Fläche von rund 360 Quadratmetern stehen, die Bodenplatte für die angrenzende Fahrzeughalle ist gegossen und wartet auf die Errichtung der tragenden Stahlkonstruktion für Wände und Dach. Wie der Sozialtrakt werde die Fahrzeughalle mit ihren fünf Stellplätzen für die Einsatzfahrzeuge ebenfalls etwa 360 Quadratmeter Fläche haben, erklärt Eggert-Edeler.

Größere Hallentore

Der Neubau berücksichtigt unter anderem, dass die Feuerwehren bei zunehmenden Dimensionen der Einsatzfahrzeuge mehr Platz brauchen, erklärt Eggert-Edeler. Darum seien die Hallentore vorsorglich breiter vorgesehen mit vier Metern Durchlassweite, statt 3,60 Metern laut Normvorgabe. Die Planung orientiere sich an den anderen Feuerwehrgerätehaus-Neubauten der Stadt Rinteln, um eine einheitliche Größe der Tore zu bekommen. Auch die Ausfahrtsbereiche vor der Halle seien mit einer Länge von 12,50 Metern bis zur Straße entsprechend dimensioniert. Die Einsatzfahrzeuge müssten hier rangieren und wenden können. Darüber hinaus sei im Außenbereich die Fläche für Stellplätze für die Privatautos der Einsatzkräfte berücksichtigt.

Feuerwehrfahrzeuge werden mit jeder Generation größer, darum ist Raum kein Luxus, sprechen die beiden Ortsbrandmeister die Erfordernisse der technischen Weiterentwicklung an. So stehe zurzeit die Ersatzbeschaffung eines Fahrzeugs vom Typ LF8 (Löschfahrzeug) für die Ortsfeuerwehr Deckbergen an. Das Nachfolgefahrzeug vom Typ HLF 10 sei deutlich größer als der Vorgänger. „Wir gehen davon aus, dass es noch im ersten Quartal 2019 kommt“, schätzt Bredemeier.

Mehr Raum wird nicht allein wegen der Fahrzeuge benötigt, sondern auch, weil die Zahl der Einsatzkräfte bei zwei Ortsfeuerwehren unter einem Dach künftig deutlich größer sein wird. „Zusammen haben wir aktuell 50 Aktive und im Jugendbereich zusätzlich zwischen 20 und 25 Jugendliche“, sieht Bredemeier eine gute Grundlage für die gemeinsame Zukunft beider Ortsfeuerwehren. Er und Meier sind sich einig: Der Platz fürs neue gemeinsame Gerätehaus direkt an der Grenze zwischen beiden Orten und unmittelbar an der B83 ist optimal gewählt. Dazu werden die Ortsfeuerwehren Deckbergen und Schaumburg auch in Bezug auf die Ausrückzeiten im grünen Bereich liegen. „Sogar, wenn ich mit dem Fahrrad zum Gerätehaus fahre, passt es noch“, hat Meier schon im Selbstversuch getestet.

Im Denkprozess

Als nächste Station auf dem Weg zum Duo-Gerätehaus sieht er mit Bredemeier: „Das Richtfest wird gefeiert, wenn die Stahlkonstruktion der Fahrzeughalle steht.“ In Bezug auf das Mobiliar „sind wir zurzeit schon im Denkprozess“. Es solle eine zweckmäßige Einrichtung beschafft werden.

Für Deckbergens Ortsbrandmeister und seinen Amtskollegen aus Schaumburg gilt derweil, dass der Bau noch in diesem Jahr fertig wird. Darum arbeiten beide mit ihren Ortsfeuerwehren auf den Einzugstermin hin, auch wenn dieser noch nicht festgesetzt werden kann. Aber die Vorplanungen darüber, was an technischer Ausrüstung und sonstigem Material mitgenommen werden soll, laufen zurzeit schon mal an. „Wir werden auf jeden Fall alles mitnehmen, was wir noch gebrauchen können“, sagt Meier.

Bredemeier ergänzt: „Der Dienstbetrieb wird an den beiden bisherigen Feuerwehrstandorten in Deckbergen und Schaumburg bis zum Umzugstag so weitergehen wie bisher, ohne Einschränkungen und bei voller Motivation aller Einsatzkräfte.“ Bei künftig zusammen 50 Leuten werden beide Ortsfeuerwehren noch effektiver zusammenarbeiten können, als das bislang schon geschieht, sieht er mit Meier voraus. who

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