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00:23 01.04.2018
STEINBERGEN

Bis dahin sollten andere Schulen oder Initiativen Zeit bekommen, sich das Schulgebäude anzusehen, Informationen von der Verwaltung einzuholen und Interesse am Schulgebäude zu signalisieren. Bislang gibt es allerdings keine definitiven Interessensbekundungen.

 „Wir haben keinen neuen Zwischenstand“, bestätigt Schulamtsleiter Hans-Georg Dlugosch auf Nachfrage unserer Zeitung am Gründonnerstag. Im Januar hätten zwar Vertreter der Immanuel-Schule in Bückeburg Informationen über den Schulstandort eingeholt, doch seitdem hätten sie sich nicht mehr gemeldet. Dabei war sie Ende vergangenen Jahres als Anwärter für die Trägerschaft einer Schule in Steinbergen gehandelt worden. Unter anderem wegen ihrer Interessensbekundungen hatte der Rat die Entscheidung verschoben.

 „Das Interesse besteht weiterhin“, sagt Peter Rohde vom Trägerverein der Immanuel-Schule auf Nachfrage. Doch man befinde sich „in Verhandlungen“, und Details seien daher nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.

 Auf der Sitzung des Ortsrats Steinbergen am 13. März war verkündet worden, dass die Elterninitiative Montessori in Rinteln kein Interesse mehr am Schulgebäude habe. „Es ist ein wunderschöner Standort“, sagt Tillmann Listek, Sprecher der Initiative, im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch aufgrund des Gebäudealters und der vielen Auflagen, die mit dem Betrieb einer Schule dort einhergehen würden – vor allem aus den Bereichen Barrierefreiheit und Brandschutz – habe man sich dagegen entschieden. Für eine „so kleine Initiative“, sagt Listek, sei dies einfach nicht zu stemmen gewesen.

Was passiert mit dem Gebäude, sollte es keine Interessenten geben? Diese Frage will Dlugosch noch nicht beantworten, es könnte sich ja noch jemand bis zum heutigen Sonnabend melden. Doch dann muss der Rat eine Entscheidung treffen. Die nächste Ratssitzung findet am 21. Juni statt.

 Währenddessen gibt es eine weitere Initiative, die im Rintelner Raum eine freie Schule einrichten möchte: die Gruppe „Freie Schule zur Grafensteinerhöh“. Die Initiative will zum Schuljahr 2018/2019 eine Grundschule sowie eine Sekundarstufe I realisieren. Noch laufe das Genehmigungsverfahren durch die Landesschulbehörde.

 Verwaltung und Politik stehen einer Schule in freier Trägerschaft positiv gegenüber. Auf der Ratssitzung am 30. November wurde mehrheitlich begrüßt, dass „eine Schule mit einem reformpädagogischen Ansatz in freier Trägerschaft die Bildungslandschaft in Rinteln bereichern und die Stadt Rinteln für junge Familien attraktiver machen würde“.