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Rinteln Ortsteile Drei Grünpflegehelfer eingestellt
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile Drei Grünpflegehelfer eingestellt
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20:41 26.06.2018
Das Unkraut in Rehren wuchert, Gemeinde und Bürger sind unzufrieden. Quelle: la
Rehren

Viele ältere Menschen, die bislang die Beete vor ihren Grundstücken ehrenamtlich gepflegt haben, können das nicht mehr, Jüngere rücken nicht nach. Sie haben zu wenig Zeit, sich ehrenamtlich einzusetzen, oder kein Interesse.

Nun hat die Gemeinde gehandelt. In einigen Ortsteilen wurden 450-Euro-Kräfte eingestellt. Nachdem bereits jemand für Rolfshagen gefunden worden war, der für etwa 12,50 Euro pro Stunde die öffentlichen Beete und Grünflächen pflegt, wurden inzwischen auch Helfer für Rehren, Hattendorf und eine Unterstützung für die Grundschule gefunden.

Ohne Glyphosat

„Das reicht aber nicht. Durch das Glyphosatverbot kommen wir einfach nicht mehr hinterher“, betonte Bürgermeister Heinz Kraschewski. Zwar hat die Gemeinde das Heißwassergerät zur Unkrautbekämpfung im Einsatz, aber das ist sehr zeitaufwendig, da die Flächen mehrmals bearbeitet werden müssen, um Unkraut langfristiger bekämpfen zu können.

Da ein Bauhofmitarbeiter inzwischen in den Ruhestand gegangen ist, hat die Gemeinde nun eine Bauhofstelle ausgeschrieben. „Wir suchen einen ausgebildeten Gärtner oder Landschaftsgärtner mit Führerschein der Klasse B und der Bereitschaft zum kurzfristigen Erwerb des Führerscheins der Klasse C/CE“, so Kraschewski.

Kein Bewerber in Sicht

„Bislang haben wir keine entsprechende Bewerbung erhalten“, teilte der Bürgermeister in der jüngsten Ratssitzung mit. Die Stelle sei zum 8. Juli ausgeschrieben, und er hoffe noch, dass sie kurzfristig besetzt werden könne. Trotz der Aufstockung der Arbeiter für die Grünpflege appelliert Kraschewski weiter an die Bürger, selbst mitzuhelfen und Flächen vor oder hinter den eigenen Grundstücken zu pflegen. „Es ist, vor allem in der Hauptsaison, nicht mehr möglich, dass der Bauhof alles macht.“

Außerdem, so Kraschewski, müsse ein weiteres Teil der technischen Ausstattung des Bauhofs erneuert werden. „Der Bagger, Baujahr 1992 und 2002 von der Gemeinde angeschafft, ist kaputt“, so Kraschewski. Für einen neuen – wieder gebrauchten – Bagger seien rund 30000 Euro nötig.

In Sachen Spielplatzumgestaltung teilte der Bürgermeister mit, dass frühestens 2019 Mittel im Etat eingestellt werden können, und zwar nach Beratungen in den Ausschüssen. la